Rutschberge

[340] Rutschberge, künstliche Eisberge, die aus einer auf Pfosten ruhenden, mit dicker Eisrinde überzogenen schrägen Holzbahn bestehen, auf der man in niedrigen Schlitten herabfährt, um mit der dadurch erlangten Geschwindigkeit einen zweiten, kleinern Rutschberg zu ersteigen, eine sehr beliebte Winterbelustigung in Rußland. Russische Truppen brachten sie nach Paris (montagnes russes), von wo sie sich nach Wien, Berlin etc. verbreitete. In der Folge baute man R. ohne Eis, auf denen die Schlitten in Schienen gleiten (Rutschbahnen), die am Ende des Weges oft eine aufrechte Schlinge bilden, die man, durch die Zentrifugalkraft gehalten, mit nach unten hängendem Kopf durchfährt.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 17. Leipzig 1909, S. 340.
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