Stanislau

[849] Stanislau (poln. Stanislawów), Stadt in Galizien, auf einem Hügel zwischen der Schwarzen und der Goldenen Bystrzyca, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Lemberg-Czernowitz, Stryi-S.-Husiatyn und S.-Körösmezö, ist Sitz einer Bezirkshauptmannschaft, eines Kreisgerichts, einer Finanzbezirksdirektion, einer Staatsbahndirektion, eines Revierbergamtes und eines griechisch-kath. Bischofs, hat ein Standbild Franz' I., ein polnisches und ein ruthen. Obergymnasium, eine Oberrealschule, Lehrerbildungsanstalt, Landesfachschule für Tischlerei, ein Theater, eine Strafanstalt für Männer, eine Filiale der Österreichisch-Ungarischen Bank und mehrere andre Kreditinstitute, eine große Eisenbahnwerkstätte, Dampfmühlen, Bierbrauerei, Gerberei, Parkettenfabrik, lebhaften Handel und (1900) mit dem Militär (3397 Mann) 30,410 vorwiegend poln. Einwohner. Angrenzend das Dorf Knihinin (s. d.).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 18. Leipzig 1909, S. 849.
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