Synonymen

[245] Synonymen (griech.), gleichbedeutende oder sinnverwandte Wörter. Meist stehen die durch solche Wörter ausgedrückten Begriffe, z. B. Befehl, Geheiß, Gebot, Order, als Unterarten unter einem höhern Begriff, und man gebraucht sie als gleichbedeutend, indem man hier einzelne Merkmale nicht beachtet, dort dieselben sich hinzudenkt. Die spezielle Bedeutung der S. festzustellen, ist die Aufgabe der Synonymik. Schon im Altertum legte man Synonymensammlungen für die beiden klassischen Sprachen an. Aus neuerer Zeit sind hervorzuheben: für das Griechische: J. H. H. Schmidt, Synonymik der griechischen Sprache (Leipz 1876–86, 4 Bde.) und dessen »Handbuch der lateinischen und griechischen Synonymik« (das. 1889); für das Latein: Döderlein, Lateinische Synonyme und Etymologien (das. 1826–38, 6 Tle.); Ramshorn, Lateinische Synonymik (das. 1831–33; 2 Tle.); für das Deutsche: Weigand, Wörterbuch der deutschen S. (2. Ausg., Mainz 1852, 2 Bde.); Sanders, Wörterbuch der deutschen S. (2. Aufl., Hamb. 1882); Eberhard, Synonymisches Handwörterbuch der deutschen Sprache (16. Aufl. von Lyon, Leipz. 1903); Hoffmann, Volkstümliches Wörterbuch der deutschen S. (6. Aufl., das. 1906); für die neuern Fremdsprachen s. die betreffenden Artikel.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 19. Leipzig 1909, S. 245.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien: