Vaihingen

[989] Vaihingen, 1) (V. a. Enz) Oberamtsstadt im württemberg. Neckarkreis, 212 m ü. M., an der Enz und mit Station V.-Sersheim Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Bretten-Friedrichshafen und der Eisenbahn V.-Sersheim-Enzweihingen, hat eine neu restaurierte evang. Kirche, ein altes Schloß (Kaltenstein, jetzt Männerarbeitshaus), eine Latein- und Realschule, Amtsgericht, Fabrikation von Bürstenhölzern, Leim und Zuckerwaren, eine mechanische Werkstätte, ein Elektrizitätswerk, Dampfziegelei, Kunstmühle, Sägemühle. Steinbrüche, Obst- und Weinbau und (1905) 3098 Einw (davon 127 Katholiken). In dem im romanischen Stil erbauten »Haspelturm« saß der durch Schiller und den Roman von H. Kurz bekannte Sonnenwirt von Ebersbach gefangen. – 2) (V. auf den Fildern) Dorf im württemberg. Neckarkreis, Oberamt Stuttgart, auf der fruchtbaren Hochebene »Filder«, 442 m ü. M., Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Stuttgart-Hochdorf und der Eisenbahn Möhringen-V., hat eine schöne evang. Kirche, eine Realschule, eine bedeutende Trikotfabrik (2500 Arbeiter), Fabrikation von Feuerungsanlagen, Schamottewaren etc., Kalksteinbrüche, Dampfbrauerei und (1905) 4689 Einw. V. ist ein beliebter Ausflugsort der Stuttgarter.[989]

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 19. Leipzig 1909, S. 989-990.
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