Weinen [1]

[485] Weinen, die durch körperlichen Schmerz oder Gemütsbewegungen bis zum Überfließen der Augen gesteigerte Absonderung der Tränen. Obwohl bei Weibern und Kindern am häufigsten, ist das W. doch nicht als Zeichen einer Schwäche zu betrachten; es ist wesentlich auch vom körperlichen Befinden abhängig, alle Reize, die den sensibeln Augenast des Nervus trigeminus treffen, erregen Tränenabsonderung. Immerhin spielen psychische Affekte die Hauptrolle beim W., das sich bei Hysterischen zum Weinkrampf steigert.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 20. Leipzig 1909, S. 485.
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