Zeche

[859] Zeche (v. althochd. gizëhôn, »anordnen«), ursprünglich eine zu gemeinsamem Tun (auch zu gemeinsamem Trinken, Zechen) verbundene Gesellschaft von Personen. In dieser Bedeutung findet sich eine RicherzecheGesellschaft der reichen Leute«, Kaufleute) in Köln, 1112, beim Bergbau eine Häuerzeche schon in der ersten Hälfte des 13. Jahrh. zu Freiberg i. S. Von der Genossenschaft ist die Bezeichnung Z. später auf deren Besitz übertragen worden, daher in neuerer Zeit Z. soviel wie Bergwerkseigentum, Bergwerk, Berggebäude, Grube. Zechenbuch ein Buch, worin der die Staatsaufsicht führende Bergrevierbeamte die bei seinen Befahrungen des Bergwerks getroffenen bergpolizeilichen Anordnungen einträgt. Zechenhaus, soviel wie Huthaus (s. d.).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 20. Leipzig 1909, S. 859-860.
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859 | 860
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