1. Kapitel. Kants Kritik der Vernunft.

  • [446] Literatur: C. L. REINHOLD, Briefe über die Kantische Philosophie (Deutsch. Merkur 1786 f. Leipzig 1790) ff.
    V. COUSIN, Leçons sur la philosophie de Kant. Paris 1842.
    M. DESDOUITS, La philosophie de Kant, après les trois critiques.
    E. CAIRD, The philosophy of Kant. 2 Bde., London 1889.
    C CANTONI, Em. Kant (3 Vol.). Milano 1879-1881.
    W. WALLACE, Kant. Oxford, Edinb. a. Lond. 1882.
    J. B. MEYER, Kants Psychologie. Berlin 1870.
    FR. PAULSEN, I. Kant, sein Leben und seine Lehre. Stuttgart l898 (nur für die theoretische und die praktische Lehre).
    TH. RUYSSEN, Kant (Paris 1900).
    G. SIMMEL, Kant, 16 Vorlesungen (Leipzig 1904), die weitaus bedeutendste Leistung unter den zahllosen Reden, Aufsätzen u. s. w., welche die Centenarfeier des Todestages gezeitigt hat (vgl. Kantstudien IX, 1904 p. 518 ff. und X, 1905 p. 105 ff.).
    Neuere populäre Darstellungen von F. v. ASTER, (l909), BR. BAUCH (1911) u. A.

Die hervorragende Stellung des Königsberger Philosophen beruht darauf, daß er die verschiedenen Denkmotive der Aufklärungsliteratur allseitig in sich aufgenommen und durch ihre gegenseitige Ergänzung zu einer völlig neuen Auffassung von der Aufgabe und dem Verfahren der Philosophie ausgereift hat. Er ist durch die Schule der Wolffschen Metaphysik und durch die Bekanntschaft mit den deutschen Popularphilosophen ebenso hindurchgegangen, wie durch die Versenkung in die tiefgreifenden Problemstellungen Humes und durch die Begeisterung für Rousseaus Naturpredigt: die mathematische Strenge Newtonscher Naturphilosophie, die Feinheit der psychologischen Analyse vom Ursprung menschlicher Vorstellungen und Willensrichtungen in der englischen Literatur, der Deismus in seiner Ausdehnung von Toland und Shaftesbury bis Voltaire, der ehrliche Freiheitssinn, mit dem die französische Aufklärung auf die Besserung der politischen und sozialen Zustande drang – all dies hatte in dem jungen Kant einen treuen, überzeugungsvollen Mitarbeiter gefunden, der mit reicher Weltkenntnis und liebenswürdiger Klugheit, wo es am Ort war auch mit Geschmack und Witz, dabei fern von aller Selbstgefälligkeit und Ueberhebung die besten Züge des Aufklärertums typisch in sich vereinigte.

Allein zu seiner eigensten Bedeutung hat er sich von allen diesen Grundlagen aus erst an den Schwierigkeiten des Erkenntnisproblems herausgearbeitet. Je mehr er ursprünglich die Metaphysik gerade deshalb geschätzt hatte, weil sie den moralischen und religiösen Ueberzeugungen wissenschaftliche Sicherheit geben sollte, um so nachhaltiger war die Wirkung auf ihn selbst, als er durch eigene, in stetigem Wahrheitsbedürfnis fortschreitende Kritik sich davon überzeugen mußte, wie wenig das rationalistische Schulsystem jenen Anspruch befriedigte, – um so mehr war aber auch sein Blick für die Erkenntnisgrenzen derjenigen Philosophie geschärft, welche ihren Empirismus an der Hand der psychologischen Methode entwickelte. An dem Studium David Humes kam ihm dies in solchem Maße zum Bewußtsein, daß er begierig nach dem Hilfsmittel griff, welches die »Nouveaux essais« von Leibniz für die Ermöglichung einer metaphysischen Wissenschaft darzubieten schienen. Aber das erkenntnistheoretische System, das er über dem auf die Mathematik ausgedehnten Prinzip des virtuellen Eingeborenseins errichtete (vgl. oben § 33,12 und 34, 12), erwies sich ihm selbst sehr bald als unhaltbar, und dies führte zu den langwierigen Untersuchungen, die ihn in der Zeit von 1770 bis 1780 beschäftigt[446] und ihren Abschluß in der Kritik der reinen Vernunft gefunden haben.

Das wesentliche Neue und Entscheidende dabei war, daß Kant die Unzulänglichkeit der psychologischen Methode für die Behandlung der philosophischen Probleme erkannte910 und die Fragen, welche den Ursprung (quaestio facti) und die tatsächliche Entwicklung der menschlichen Vernunfttätigkeiten betreffen, vollständig von denjenigen sonderte welche sich auf ihren Wert (quaestio juris) beziehen. Er teilte dauernd mit der Aufklärung die Tendenz, den Ausgangspunkt aller Untersuchungen nicht in der durch die mannigfachsten Voraussetzungen beeinflußten Auffassung der Dinge, sondern in der Betrachtung der Vernunft selbst zu nehmen: aber er fand in dieser allgemeine und über alle Erfahrung hinausreichende Urteile, deren Geltung weder von dem Ausweis ihres tatsächlichen Bewußtwerdens abhängig gemacht noch durch irgend eine Form des Eingeborenseins begründet werden kann. Solche Urteile gilt es im ganzen Umkreise der menschlichen Vernunfttätigkeit festzustellen, um aus ihrem Inhalte selbst und ihren Beziehungen zu dem durch sie bestimmten System des Vernunftlebens ihre Berechtigung oder die Grenzen ihres Anspruchs zu verstehen. Damit wird im Ganzen der Versuch durchgeführt, die Rationalität von Welt und Leben bis in die letzten Tiefen des Bewußtseins zu verfolgen und eben dadurch nach allen Richtungen die Grenzen zu bestimmen, an denen der irrationale Inhalt aller Wirklichkeit beginnt. In diesem Sinne steht Kants Kritik zwischen dem Zeitalter der Aufklärung und dem der Romantik als der Kulminiationspunkt einer Entwicklungslinie, die zu ihr aufsteigt und von ihr aus absteigt.

Jene Aufgabe bezeichnete Kant als Kritik der Vernunft und jene Methode als die kritische oder transzendentale Methode: die Schulformel, die er dafür einführte, bezeichnete den Gegenstand der kritischen Philosophie als die Untersuchung über die Möglichkeit synthetischer Urteile a priori.911 Das beruht auf der fundamentalen Einsicht, daß die Geltung der Vernunftprinzipien von der Art und Weise wie sie im empirischen Bewußtsein (sei es des Einzelnen oder der Gattung) zu stande kommen, völlig unabhängig ist. Alle Philosophie ist dogmatisch, welche die Prinzipien entweder durch Aufzeigung ihrer Genesis aus Empfindungselementen oder durch das Eingeborensein nach irgend welchen metaphysischen Voraussetzungen begründen oder[447] auch nur beurteilen will: die kritische Methode oder die Transzendentalphilosophie untersucht die Gestalt, worin diese Prinzipien tatsächlich auftreten, und prüft ihren Geltungswert an der Fähigkeit, welche sie in sich selbst besitzen, um allgemein und notwendig in der Erfahrung angewendet zu werden.

Hieraus ergab sich für Kant die Aufgabe einer systematischen Durchforschung der Vernunftfunktionen, um ihre Prinzipien festzustellen und über deren Geltung zu entscheiden: denn die kritische Methode, die zuerst in der Erkenntnistheorie gewonnen wurde, erstreckte von selbst ihre Bedeutung auch auf die andern Sphären der Vernunftbetätigung. Hier aber erwies sich für Kant das neu gewonnene Schema der psychologischen Einteilung (vgl. oben § 36, 8) als maßgebend für die Gliederung der philosophischen Probleme. Wurden im Seelenleben Denken, Wollen und Fühlen als die Grundformen der Aeußerungsweise unterschieden, so mußte die Kritik der Vernunft sich an die so gegebene Einteilung halten; sie betraf gesondert die Prinzipien der Erkenntnis, der Sittlichkeit und der von beiden unabhängigen Gefühlswirkung der Dinge auf die Vernunft.

Danach gliedert sich Kants Lehre in den theoretischen, den praktischen und den ästhetischen Teil, und seine Hauptwerke sind die drei Kritiken: der reinen Vernunft, der praktischen Vernunft und der Urteilskraft.

Immanuel Kant, 22 April 1724 in Königsberg, i. Pr. als Sohn eines Sattlers geboren, wurde auf dem pietistischen Collegium Fridericianum gebildet und bezog 1740 die Universität seiner Vaterstadt an der ihn allmählich neben den philosophischen und theologischen Studien mehr die naturwissenschaftlichen Gegenstände anzogen. Nach Abschluß der Studien war er 1746-1755 Hauslehrer bei verschiedenen Familien in der Nähe von Königsberg, habilitierte sich dann im Herbst 1755 als Privatdocent in der philosophischen Fakultät der heimischen Universität und wurde an dieser erst 1770 zum ordentlichen Professor ernannt. Seine Lehrtätigkeit erstreckte sich nicht nur auf die philosophischen Fächer, sondern auch auf Anthropologie und physische Geographie und gerade darin wirkte er durch seine anregende feinsinnige und geistreiche Darstellung weit über den Rahmen der Universität hinaus. Auch in der Gesellschaft spielte er eine angesehene Rolle, und seine Mitbürger suchten und fanden bei ihm liebenswürdige Belehrung über alles, was das allgemeine Interesse erregte. Diese heitere geistreiche Beweglichkeit Kants wich mit der Zeit einer ernsten, rigoristischen Lebenssauffassung und der Herrschaft eines strengen Pflichtbewußtseins das in der unablässigen Arbeit an seiner großen philosophischen Aufgabe in der meisterhaften Erfüllung des akademischen Berufs und in der starren Rechtlichkeit seiner Lebensführung sich nicht ohne einen Stich ins Pedantische, betätigte. Den gleichmäßigen Ablauf seines einsamen und bescheidenen Gelehrtenlebens störte nicht der wachsende Glanz des Ruhmes der auf seinen Lebensabend fiel, und auch nur vorübergehend der dunkle Schatten, welchen der Haß der unter Friedrich Wilhelm II zur Herrschaft gelangten Orthodoxie durch das Verbot seiner Philosophie auf seinen Weg zu werfen drohte. Er starb an Altersschwäche am 12. Februar 1804.

Kants Leben und Persönlichkeit ist nach den früheren Arbeiten am vollendetsten von Kuno Fischer gezeichnet worden (Gesch. der neueren Philos. III. u. IV, 5. Aufl., Heidelberg 1909); über seine Jugend und die erste Zeit seiner Lehrtätigkeit hat E. ARNOLDT (Königsberg 1882) gehandelt. Die vollständigste Zusammenfassung des hisher bekannten biographischen Materials gibt K. VORLÄNDER, J. K. 's Leben (Leipzig 1911). Von den Briefen, die in der Akademie-Ausgabe Bd. X-XII vollständig gesammelt sind, hat F. OHMANN (Leipzig 1911) eine Auswahl herausgegeben.

Die Umwandlung, welche mit dem Philosophen gegen Ende des siebenten Jahrzehnts des 18. Jahrhunderts vorging, tritt namentlich in seiner schriftstellerischen Tätigkeit hervor. Die früheren, »vorkritischen« Werke (von denen die philosophisch bedeutsamen bereits S. 373 zitiert sind) zeichnen sich durch leichte, flüssige, anmutige Darstellung aus und stellen sich als liebenswürdige Gelegenheitsschriften eines feinsinnigen, weltgewandten Mannes dar: die späteren Arbeiten lassen die Schwierigkeit der Gedankenarbeit und das Gedränge einander widerstreitender Denkmotive an der umständlichen Schwerfälligkeit und an dem architektonisch gekünstelten Aufbau der Untersuchung ebenso erkennen wie an der schwierig geschachtelten, vielfach durch Restriktionen unterbrochenen[448] Satzbildung. Minerva hat die Grazien verscheucht: dafür aber schwebt über den späteren Schriften der andächtigte Ton eines tiefen Denkens und einer ernsten Ueberzeugung der sich hie und da zu gewaltigem Pathos und zu wuchtigem Ausdruck steigert.

Für Kants theoretische Entwicklung war anfänglich der Gegensatz zwischen der Leibniz- Wolffschen Metaphysik und der Newtonischen Philosophie maßgebend. Jene war ihm an der Universität durch Knutzen vgl. (oben S. 373), diese durch Teske nahegetreten und bei seiner Entfremdung gegen das philosophische Schulsystem wirkte das Interesse für die Naturwissenschaft, der er sich eine Zeitlang ganz widmen zu wollen schien, sehr stark mit. Seine erste Schrift (1747) betraf »Gedanken von wahren Schätzung lebendiger Kräfte« –, eine Streitfrage zwischen cartesianischen und leibnzianischen Physikern; sein größtes Werk über die »Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels« war eine naturwissenschaftliche Leistung ersten Ranges und neben kleineren Aufsätzen gehört hierher seine Promotionschrift De igne (1755). welche eine Hypothese über Imponderabilien aufstellte. Auch seine Lehrtätigkeit bezog sich bis in die spätere Zeit hinein mit Vorliebe auf naturwissenschaftliche Gegenstände.

In der theoretischhen Philosophie hatte Kant »mancherlei Umkippungen« seines Standespunktes durchgemacht (vgl. §§ 33, 12 und 34, 12). Er hatte anfangs (in der Physischen Monadologie) sich den Gegensatz, der zwischen Leibniz und Newton in der Raumlehre bestand, durch die übliche Unterscheidung der (methaphysisch zu erkennenden) Dinge-an-sich und der physikalisch zu untersuchenden, Erscheinungen zurechtzulegen gesucht; er war dann (in den Schriften nach 1760) zu der Einsicht gelangt, daß eine Methaphysik im Sinne des Rationalismus unmöglich ist, daß Philosophie und Mathematik diametral entgegengesetzte Methoden haben müssen, das die Philosophie als empirische Erkenntnis des Gegebenen den Kreis der Erfahrung nicht zu überschreiten vermag. Aber während er sich von Voltaire und Rousseau für diesen Ausfall der methaphysischen Einsicht durch das »natürliche Gefühl« des Rechten und Heiligen trösten ließ, arbeitete er doch fortwährend an einer Verbesserung der Methode der Metaphysik, und als er diese an der Hand von Leibniz' Nouveaux essais gefunden zu haben hoffte, konstruierte er in kühnen Linien das mystisch- dogmatische System seiner Inauguraldissertation.

Der Fortgang von da bis zum System des Kritizismus ist dunkel und kontrovers. Vgl. über diese Entwicklung, bei der namentlich die Zeit und die Richtung der Einwirkung von David Hume in Frage ist: FR. MICHELIS. Kant vor und nach 1770 (Braunsberg 1871) – FR. PAULSEN, Versuch einer Entwicklungsgeschichte der kantischen Erkenntnistheorie (Leipzig 1875). – A. RIEHL, Geschichte und Methode des philosophischen Kritizismus (Leipzig 1876, 2 Aufl. 1908). – B. ERDMANN, Kants Kritizismus (Leipzig 1878).- W. WINDELBAND, die verschiedenen Phasen der kantischen Lehre vom Ding-an-sich (Vierteljahrsschr. f. wissensch. Philos. 1876). – Vgl. auch die Schriften von K. DIETERICH über Kants Verhältnis zu Newton und Rousseau, zusammen unter dem Titel »Die kantische Philosophie in ihrer inneren Entwicklungsgeschichte«, Freiburg i. B. 1885.

Aus der Ausgleichung der verschiedenen Richtungen des kantischen Denkens ging das Grundbuch der deutschen Philosophie hervor, die Kritik der reinen Vernunft (Riga 1871). Sie erfuhr bei der zweiten Auflage (1787) einer Reihe von Veränderungen, welche seitdem Schelling (W. V, 196) und Jacobi (W. II. 291) darauf hingewiesen, Gegenstand sehr lebhafter Kontroversen gewesen sind. Vgl. darüber die oben zitierten Schriften; eine fleißige Zusammenstellung der Literatur bietet H. Vaihinger, Kommentar zu Kants Kr. D. R. Vern. (I Bd. Stuttgart 1887, II, 1892). Separatausgaben von K. KEHRBACH (legt die erste Auflage zu Grunde), ERDMANN (2. Aufl.) K. VORLÄNDER (in der Philosophischen Bibliothek) und andere.

Die weiteren Hauptschriften Kants aus der Zeit des Kritizismus sind: Prolegomena zu einer jeden künftigen Methaphysik, 1783.- Grundlegung zur Methaphysik der Sitten, 1785.- Methaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft, 1785.- Kritik der praktischen Vernunft, 1793. – Zum ewigen Frieden, 1795. – Metaphysische Anfangsgründe der Rechts- und Tugendlehre, 1797. – Der Streit der Fakultäten, 1798.

Unter den Veröffentlichungen von Kants Vorlesungen sind die wichtigsten: Anthropologie (1798 und von Starke 1831), Logik (1800), Physische Geographie (1802/03), Pädagogik (1803), Metaphysik (von Pölitz 1821).

Gesamtausgaben der Werke wurden besorgt durch K. ROSENKRANZ und Fr. W. SCHUBERT (12 Bde., Leipzig 1867 ff) und J. v. KIRCHMANN (in der Philos. Biblioth., neuerdings zum großen Teil neu herausg.)912. Sie enthalten außerdem die kleineren Aufsätze etc.,[449] die Vorlesungen über Logik, Pädagogik etc. und die Briefe. Eine kritische Gesamtausgabe, wie sie längst Bedürfnis war, wird z. Z. von der Berliner Akademie der Wissenschaften veranstaltet; sie wird die Briefe, die Werke und den Nachlaß samt Vorlesungen enthalten; erschienen sind bisher (1912) die drei Bände Briefe und der 1.-7. Band der Werke. Eine Uebersicht über alles von Kant Geschriebene (darunter auch das für die Auffassung des Kritizismus belanglose Manuskript des »Uebergangs von der Metaphysik zur Physik«) findet man bei UEBERWEG-HEINZE III § 33; daselbst ist auch die massenhafte Literatur mit großer Vollzähligkeit aufgeführt. Aus dieser kann hier nur eine Auswahl des Besten und Lehrreichsten gegeben werden: eine sachlich geordnete Uebersicht der wertvolleren Literatur bot seiner zeit der Art. Kant von W. WINDELBAND in Ersch. unb Grubers Encyklopädie. Seitdem hat E. ADICKES eine genaue Bibliographie aller Schriften von Kant (1893) und über Kant (seit 1895) zusammenzustellen begonnen. Ueber die neueste Literatur gibt die vollständigste Auskunft die seit 1896 erscheinende Zeitschrift »Kantstudien« herausgegeben von H. VAIHINGER und BRUNO BAUCH.

Quelle:
Wilhelm Windelband: Lehrbuch der Geschichte der Philosophie. Tübingen 61912, S. 446-450.
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