Bardengesänge

[323] Bardengesänge (Bardenlieder), 1) eigentlich Gesänge der celtischen Barden, s.d.; 2) (Bardiets), nach der irrigen Annahme, daß auch die Sänger der alten Deutschen Barden u. ihr Schlachtgesang Barditus statt Baritus (s.d.) geheißen hätte, ein von Klopstock in die deutsche Poesie eingeführtes u. von seiner Schule nachgeahmtes Genre religiöser od. kriegerischer Lieder im Geiste des Altgermanenthums. Sie wurden von Kretschmann, der sich selbst Ringulf den Barden nannte, auch in epischer Form versucht. Klopstock nannte auch seine Trilogie, die Hermannsschlacht, Hermann u. die Fürsten u. Hermanns Tod, Bardiete.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 2. Altenburg 1857, S. 323.
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