Basso continŭo

[385] Basso continŭo (ital., unausgesetzt fortlaufender Baß), 1) eine Figur in der alten Kirchencomposition, darin bestehend, daß der Violon einen eigenen, meist den Singstimmen entgegengesetzten Gang in gleichen od. kürzern Noten bis an das Ende fortführt; dagegen B. ostināto, eine Figur, nach welcher der Violon eine solche Formel, welche einen eigenen Gedanken enthält, immer wiederholt, während die anderen Stimmen den Satz entwickeln; 2) bei mehrfacher Besetzung diejenige Baßstimme, welche durchgängig alles Vorgeschriebene spielen soll (So1ostimme), während der B. ripiēno die Baßstimme ist, welche nur bei besonders hervorzuhebenden Stellen mitwirken soll; 3) so v.w. Generalbaßstimme.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 2. Altenburg 1857, S. 385.
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