Beuteltuch

[702] Beuteltuch, 1) lockeres, durchsichtiges, aus grobem, aber fest gedrehtem Kammwollen- od. Leinengarn, auch Pferdehaaren (dann Rapatel genannt), nach Art der Etamine gewebt u. bes. in den Mühlen zum Durchbeuteln des Mehls gebraucht; es ist von verschiedener Breite u. Feinheit, u. gibt 13 Sorten, mit den Nummern 20, 25, 30, 35–80 bezeichnet, wovon 80 die feinste Sorte ist; 2) dasselbe, nur feiner, dient zur Näherei, zu Modeltüchern u. zu Beziehung der Arbeits- u. Fensterrahmen.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 2. Altenburg 1857, S. 702.
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