Capitŭla

[658] Capitŭla (Capitularĭa, lat.), im Mittelalter 1) die. Bücher, worin die Kirchengesetze (Canones ecclesiasticorum) u. die Gesetze, Beschlüsse u. Decrete der Könige verzeichnet wurden, weil sie in Capitel eingetheilt waren; s. Capitularien; 2) die kurzen Lectionen, welche in der Kirche statt der Lectionen verlesen wurden; 3) die Gesetze der Mönche, Chorherrn etc.; 4) C. extraordinarĭa, Theil der Libri feudorum, s. Corpus juris.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 3. Altenburg 1857, S. 658.
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