Glaser [2]

[384] Glaser, 1) Joh. Heinr., geb. 1629 in Basel, wurde 1667 Professor der Anatomie u. Botanik daselbst u. starb 1675; nach ihm ist die Glasersche Spalte (Fissura Glaseri) hinter der Gelenkfläche des Schläfebeins benannt, welche in dessen Tract. post. de cerebro, Bas. 1681, zuerst beschrieben ist. 2) Christoph, geb. in Basel, königlicher Hofapotheker in Paris, lehrte Chemie im Botanischen Garten; er ist bekannt durch verschiedene pharmaceutische Präparate, bes. das Glasersche Polychrestsalz (Schwefelsaures Kali); er schr.: Traité de la chimie, Par. 1663, u.ö., zuletzt 1688, deutsch, Nürnb. 1677, u.ö. 3) Joh. Friedrich, geb. 1707 in Wasungen, war Arzt daselbst u. zu Suhl, wurde gothaischer Bergrath u. st. 1783. Er schlug vor, die Gebäude durch einen Überzug des Holzes aus Thon, Mehl u. Sand zu schützen u. Lauge zum Feuerlöschen anzuwenden; er schr. u.a.: Beschreibung seiner neu erfundenen Blutwage u. Blutmeßgeschirrs, Dresd. 1758.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 7. Altenburg 1859, S. 384.
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