Jehovāh

[782] Jehovāh (eigentlich Jehaveh, d.i. der da ist, war, sein wird), Benennung des hebräischen Nationalgottes, bei welchem die Eide abgelegt wurden. Der Name soll von Ägypten u. zwar von dem Gott Jao (s.d.) zu den Juden gekommen u. von Moses nationalisirt worden sein. Die Juden, bes. die Rabbiner, hielten diesen Namen für so heilig, daß sie glaubten, er dürfe nur von den Priestern im Tempel ausgesprochen werden. Vielleicht hielten sie den Namen J. auch deßhalb geheim, damit er nicht von den Heiden profanirt wurde. Auch verbanden sie mit J. zuweilen Elohim. Einige fanden in den vier hebräischen Buchstaben des Wortes I. (Tetragrammaton) eine Hinweisung auf die Dreieinigkeit, so daß das J als Anfang den Namen des Vaters, das doppelte H Christum nach seinen beiden Naturen, u. das V den Heiligen Geist zwischen den beiden H als Vermittler der Gottheit u. Menschheit in Christo bezeichnet, s.u. Gott. Vgl. Adonai. Von der Jehovahurkunde, s.u. Pentateuch.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 8. Altenburg 1859, S. 782.
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