Kimmerier

[483] Kimmerier (a. Geogr.), 1) mythisches Volk im äußersten Westen am Ocean, welche die Sonne nie beschien; dort war der Eingang zur Unterwelt, wohin Odysseus fuhr; daher Kimmerische Finsterniß[483] ewige Finsternis 2) Volk am See Mäotis auf der Taurischen Halbinsel u. in Sarmatien; von den Skythen gedrängt, machten sie oft Einfälle in Asien u. kamen 650 v. Chr. bis Sarde S; hier wurden sie vom König Alyattes geschlagen. Bei ihnen war der Berg Kimmerĭon (jetzt Aghirmisch-Daghi od. Opouk, nach Andern Eski-Dag), daran die Ortschaf Kimmerĭken (wahrscheinlich die Ruinen bei Eltenkaja od. bei Stabache); eine andere Ortschaft bei ihnen war Kimmerĭon, beim jetzigen Eski-Krim, Zwischen der Taurischen Halbinsel u. Sindike war der Kimmerische Bosporus, s. Bosporus 1).

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 9. Altenburg 1860, S. 483-484.
Lizenz:
Faksimiles:
483 | 484
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika