Parthenĭos [2]

[714] Parthenĭos, 1) griechischer Epiker aus Chios, soll ein Nachkomme Homers gewesen sein u. den Beinamen Chaos gehabt haben; 2) P., griech. Dichter aus Nikäa in Bithynien; im Mithridatischen Kriege gefangen, kam er nach Rom, erhielt hier die Freiheit, lebte dann in Neapel, wo er Lehrer Virgils im Griechischen war, u. dann unter Tiberius in Rom; er schr. Elegien (verloren) u. Περὶ ἐρωτικῶν παϑημάτων (von Leiden der Liebenden, 36 aus älteren Dichtern genommene, in Prosa gekleidete erotische Erzählungen; da diese Erzählungen meist aus der Mythologie entnommen sind, so wird P. auch zu den Mythographen gerechnet), 1. Ausg., Basel 1531; dann in Gale, Hist. poët. script., Par. 1675; von L. Legrand u. Heyne, Gött. 1798; von Passow, Lpz. 1824, u. von Westermann in den Mythographi graeci, Braunschw. 1843.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 12. Altenburg 1861, S. 714.
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