Planiren

[181] Planiren (v. lat.), 1) ebenen, die abwechselnden Erhöhungen u. Vertiefungen ausgleichen, bes. den Erdboden od. von Erde aufgeführte Gegenstände; [181] 1) (Buchb.), geschieht bei Büchern von Druckpapier; die einzelnen Bogen werden erst ausgebreitet u. ausgestrichen, dann werden 4–5 Bogen zugleich durch Leimwasser (Planirwasser) gezogen, welches aus Hornleim u. Alaun bereitet ist, die geleimten Bogen läßt man etwas ablaufen, drückt sie dann in einer gewöhnlichen großen Buchbinderpresse (Planirpresse) noch mehr aus u. trocknet sie, indem man sie im Sommer auf einem lustigen Boden, im Winter in einer geheizten Stube auf Haarschnuren aufhängt. Durch das P. wird das Papier steifer u. glätter u. man kann auch darauf schreiben.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 13. Altenburg 1861, S. 181-182.
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