Stabthierchen

[650] Stabthierchen (Bacillaria Müll.), sonst zu den Infusionsthierchen, jetzt gewöhnlich zu den gestreiften Diatomeen (Algen) gezählt u. in viele Untergattungen getheilt; die eigentlichen S. sind prismatisch-rechtwinkelige lineale Stäbchen, welche Anfangs seitlich zu geraden Täfelchen vereinigt sind, später sich aber zu schiefen Reihen verschieben; die Oberhaut bildet einen sogenannten Kieselpanzer. Art: B. paradoxa, die einzelnen Stäbchen bis 1/20 Linie lang, schmallineal, am Rande sehr zart querstreifig; in der Ostsee bei Kiel u. Flensburg. Die Kieselpanzer der S. kommen wohl erhalten im Kieselgühr etc. als sogenannte versteinerte Infusorien vor.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 16. Altenburg 1863, S. 650.
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