Windleitung

[260] Windleitung, die Röhren, durch welche von einem Gebläse, Ventilator od. Wettermaschine Wind od. Luft an einen Ort geleitet wird. Die Verbindung der einzelnen Röhrenstücke erfolgt bei W-en aus. Gußeisen od. Blech durch Kränze od. bes. bei W-en für erhitzte Luft durch Musse; zum Abdichten an den Verbindungsstellen dient bei kalter Luft Pappe, Filz od. Blei, bei erhitzter Luft feuerfester Eisenkitt aus 30–60 Theilen Eisenfeile, 1 Theil Salmiak u. 1 Theil Schwefel od. aus 15 Theilen Eisenspänen, 5 Theilen Lehm, 1 Theil Kochsalz. Bei größeren u. vollkommeneren Gebläseanlagen theilt sich die W. gewöhnlich in mehre Zweigröhren, deren jede durch eine Düse den Wind an einer anderen Stelle ausbläst u. behufs der Regulirung der ausgeblasenen Windmenge nahe bei der Düse mit einem Windstocke od. Windkasten versehen, worin ein Sperrhahn od. Sperrventil angebracht ist.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 19. Altenburg 1865, S. 260.
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