Schweinedreck

1. Aus Schweinsdreck kann man kein Posthorn und aus einem Fuchsschwanze keine Trompete machen.

Holl.: Men kan geen' jagthoorn maken van een' zwijnsdrek, noch van een'vossenstaart eene trompet. (Harrebomée, II, 517a.)


2. Schweinedreck – Honig, sagt die Krähe bei Wintertag. (Sauerland.)


*3. Pud, pui, Schwînsdreck. (Dubeningken.) – Frischbier2, 3448.

Eine mit Ausspucken begleitete Redensart bei herannahendem Wirbelwinde. Nach dem Volksglauben fährt nämlich der Teufel darin und bringt allerlei Krankheiten mit. Durch obigen Zuruf verekelt er sich an dem Ausrufenden und lässt ihn unbelästigt. Vor Schweinedreck soll der Teufel überhaupt Furcht haben. Der Glaube ist noch sehr verbreitet, dass Nervenfieberkranke vom Teufel besessen seien. Man empfiehlt daher Schweinekoth ins Krankenbett zu legen, wodurch der Teufel vertrieben werde.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 4. Leipzig 1876, Sp. 458.
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