Hamster, der

[940] Der Hamster, des -s, plur. ut nom. sing. ein vierzehiges Thier, welches kleiner als ein Kaninchen, an den Seiten röthlich mit weißen Flecken und am Bauche schwarz ist, sich im Felde sehr künstliche Höhlen unter der Erde gräbt, und solche mit allen Arten Getreides anfüllt; Cricetus L. Glis Cricetus Klein. Man findet dieses dem Feldbaue schädliche Thier in Thüringen, Franken und andern Provinzen Deutschlandes. Im Elsaß wird es Kornfarle, im Franz. Mulot, im Pohln. aber Skrzeczek genannt.

Anm. Frisch glaubt, daß der Hamster wegen seiner künstlichen Wohnungen von Ham, Heim, Wohnung, so genannt worden. Das Wort ist alt, denn bey dem Raban Maurus wird Gurgulio durch Hamistro übersetzt.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 940.
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