Citrus

358. Orangenbaum (a Blüte, durchschnitten).
358. Orangenbaum (a Blüte, durchschnitten).

[349] Citrus L., Pflanzengattg. der Rutazeen, immergrüne Bäume des wärmern Asiens, auch im südl. Europa, bei uns in Warmhäusern (Orangerien) kultiviert. Wichtigste Kulturarten: 1) C. aurantĭum Risso [Abb. 358], der Orangenbaum im engern Sinne, mit süßen, dünnschaligen Früchten (Apfelsinen); 2) C. bigaradĭa Risso, mit breitgeflügelten Blattstielen und kugeligen, bittern oder sauern Früchten (Pomeranzen oder Bigaradien); 3) C. bergamĕa Risso mit oft dornigen Zweigen und birnförmigen, glatten, säuerlichen, angenehm riechenden Früchten (Bergamotten); 4) C. limetta Risso, mit eiförmigen oder rundlichen, blaßgelben, säuerlich-süßen Früchten (Limetten), Abart der Adamsapfel, goldgelb, sehr sauer; 5) C. pompelmos Risso, Pompelmusbaum, mit sehr großen (bes. beim Pompoleonpompelmus), süßen, aber wenig schmackhaften Früchten; 6) C. lumĭa Risso, Limetten- oder Lumienbaum, Früchte den Limonen ähnlich, aber süß, nur bei der Komturbirne säuerlich; 7) C. limōnum Risso, Limonen- oder Zitronenbaum, mit eiförmigen, gelben, sauern Früchten (Zitronen oder Limonen); Abarten die Bignetten mit kugeligen, die Perettenlimonen mit birnförmigen und die Ponzien mit großen verkehrt eiförmigen Früchten; 8) C. medĭca Risso, Zitronat- oder Zedratbaum, mit dickschaligen, warzigen oder gefurchten und säuerlichen Früchten; Sorten: die Ponciren oder Ponzinen (Pommes de cire) mit wachsfarbigen Höckern und die echten Zedrate, darunter die Mandarinenorange (C. nobĭlis Lour.), mit plattrunden, orangeroten, wohlschmeckenden Früchten. Außer den Früchten finden auch, bes. von Orangen und Pomeranzen, die Blätter als Tee und die Blüten zur Bereitung von Parfümerien Verwendung.

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 349.
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