Stachelhäuter

Entwicklungsgeschichte. I.
Entwicklungsgeschichte. I.

[749] Stachelhäuter (Echinodermăta), Kreis wirbelloser Tiere, von radiärem, meist fünfstrahligem Körperbau, mit mehr oder weniger stark entwickelten, aus maschigem Kalkgewebe gebildeten Hartteilen der Unterhaut, die sich stachelförmig über die Körperoberfläche erheben können, mit einem eigentümlichen Wassergefäßsystem (Ambulakralsystem), das sich in schwellbare, als Bewegungsorgane dienende Anhänge, mit Saugscheiben versehene Saugfüßchen (Ambulakren, Ambulakralfüßchen) fortsetzt. Körperteile radial um eine mittlere senkrechte Achse gelegen, an deren Endpunkten sich Mund und After befinden. Geschlechter meist getrennt; Entwicklung meist durch sehr verwickelte Umbildung der kleinen bilateral-symmetrischen, eigentümlichen Larvenformen (Plutĕus, Bipinnarĭa [Tafel: Entwicklungsgeschichte I, 8 u. 9], Brachiolarĭa und Auricularĭa). Alle S. sind Meeresbewohner. Sieben Klassen: Seewalzen, Seeigel, Schlangensterne, Seesterne, Seelilien, Seeäpfel und Knospenstrahler (s. diese Artikel). – Vgl. Joh. Müller (1854), Ludwig (2 Bde., 1877-82 u. 1894 fg., fortgesetzt von Hamann).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 749.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika