Systematik

[798] Systematik (grch.), die Kunst der systematischen, d.h. planmäßig geordneten Darstellung, auch die Anleitung dazu, bes. in den Naturwissenschaften wichtig. Das Pflanzenreich wurde nach verschiedenen Prinzipien systematisiert: dem künstlichen, nach äußerlichen Kennzeichen aufgestellten Linnéschen Sexualsystem stehen die natürlichen Systeme gegenüber, die die natürliche Verwandtschaft der Pflanzen berücksichtigen. Solche natürliche Systeme stellten auf B. de Jussieu (s.d.), Oken, Decandolle, Bartling, Lindley, Reichenbach, von Martius, Eichler u.a. Die meisten der spätern natürlichen Systeme benutzten das Jussieusche als Grundlage. Auch das auf morpholog. und anatom. Einteilungsprinzipien beruhende System von Endlicher (s.d.) hat viel Beachtung gefunden. Über das künstliche Linnésche und das natürliche Eichlersche System des Pflanzenreichs s. die Beilage Botanik; über die systematische Einteilung des Tierreichs s. die Beilage: Zoologie; über die des Mineralreichs s. die Beilage: Mineralogie.

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 798.
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