Wilhelm [5]

[985] Wilhelm, Könige von England. – W. I., der Eroberer (1066-87), geb. 1027 oder 1028, natürlicher Sohn Herzog Roberts II. von der Normandie, folgte diesem 1035, eroberte nach dem Siege über Graf Harald bei Hastings 14. Okt. 1066 England, ließ sich 25. Dez. zu London als König krönen und wurde Stifter der engl.-normann. Dynastie; gest. 7. Sept. 1087 zu Rouen. – Vgl. Freeman (engl., 1888), Dillon (engl., 1905) – Ihm folgte in der Normandie sein Sohn Robert; in England sein 2. Sohn, W. II., der Rote (1087-1100), geb. 1056, gest. 2. Aug. 1100. – Vgl. Freeman (engl., 1882). – W. III., Prinz von Oranien (1689-1702), geb. 14. Nov. 1650, Sohn des Statthalters der Niederlande W. II. von Oranien, Enkel Karls I. von England, 1672 Generalkapitän und Großadmiral der niederländ. Republik, kämpfte tapfer, aber unglücklich gegen die Franzosen, 1674 Erbstatthalter der Niederlande, 1677 vermählt mit Maria, Tochter Jakobs II. von England, erhielt nach der Flucht Jakobs II. 13. Febr. 1689 vom Parlament die brit. Krone, beendete den Krieg in den Niederlanden durch den Frieden zu Ryswijk (1697), gest. 8. März 1702. – Biogr. von P. L. Müller (2 Bde., 1873 u. 1880), Traill (engl. 1888), Nippold (1900). – W. IV., König von Großbritannien und Irland sowie von Hannover (1830-37), geb. 21. Aug. 1765 in Windsor, 3. Sohn Georgs III., 1827 Großadmiral des Reichs, folgte seinem Bruder, Georg IV., 26. Juni 1830 auf dem Throne, gest. 20. Juni 1837. – Vgl. Molloy (engl., 2 Bde., 1903).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 985.
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