Nachtfalter (Naturgeschichte)

[351] Nachtfalter (Naturgeschichte), Phalänen, die Gattung Schmetterlinge, welche in der Regel erst nach Sonnenuntergang fliegen; sie sind von traurigerem Aussehen als die Tagfalter, meist behaart, ihre Fühlhörner borstenartig und spitzig, ihr Flug schwerfällig. Alle haben 6 Füße, von einigen Arten aber sind die Weibchen flügellos. Des Tages verbergen sie sich, in der Nacht aber lieben sie das Licht und fliegen gern durch die geöffneten Stubenfenster nach der Flamme, wo sie wie geblendet ihre Flügel versengen. Dieser Umstand hat zu poetischen Vergleichen Veranlassung gegeben. Man schildert den Liebenden als eine Phaläne, die vom Auge der Geliebten angezogen und geblendet, in seines Lichtes Zauberkreis gebannt, ihre Flügel versengt und hoffnungslos und unerhört den Tod leidet. – Die Anzahl der Nachtfalter Arten erstreckt sich über 1000. S. Schmetterlinge.

4.

Quelle:
Damen Conversations Lexikon, Band 7. [o.O.] 1836, S. 351.
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