Julia (34)

[508] 34Julia (17. März), eine Jungfrau in einem Kloster der Thebais und Lehrerin der hl. Eupraxia2, in deren Leben sie bei den Bollandisten am 13. März (II. 264–274) öfter vorkommt. So redet sie (S. 269. nr. 15) mit ihr von geistlichen Dingen, lobt ihr Fasten und empfiehlt ihr noch weitere Fortschritte darin. Sie wird dann (nr. 37) Meisterin der hl. Eupraxia genannt, weint 3 Tage lang um die Verstorbene, die ihre geliebte Schülerin war, von ihr Unterricht und Anleitung im Lesen und im Psalterium erhalten hatte etc. Am 4. Tage wurde Julia wieder fröhlich, ging zur Abtissin und bat sie um ihr Gebet, indem Gott auf die Fürbitte der Eupraxia sie gerufen habe. Dann küßte sie alle Schwestern; am 5. Tage starb sie und wurde in dasselbe Grab gelegt, in welches man die hl. Eupraxia gelegt hatte. In einigen Karmeliter-Kalendern wird zwar eine Antonia als Lehrerin der hl. Eupraxia genannt (s. Antonia9); aber vermuthlich war dieß die Abtissin, welche im Griechischen den Namen Theodula hat, wenn gleich weder am 2. Mai (I. 167), noch am 8. Juli (II. 531), wo diese Antonia vorkommt, klar gesagt ist, ob dabei wirklich die Abtissin (auch Diakonissin genannt) der hl. Eupraxia gemeint sei oder nicht. In Sintzel's »Leben der Väter« (I. 574 ff.) wird ebenfalls unsere Julia als Lehrerin und Freundin der hl. Eupraxia und zwar neben der Abtissin, die aber dort nichtgenanntist, aufgeführt. Bei Migne, wo sie den Titel »heilig« hat, heißt es, daß sie bei den Griechen am 29. Juli verehrt werde. Bei den Bollandisten steht sie am 17. März (II. 507) unter den »Uebergangenen« mit dem Bemerken, daß sie sich in keinen andern Heiligen-Verzeichnissen finde. †


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 3. Augsburg 1869, S. 508.
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