Cellulose

[42] Cellulose, pflanzlicher Zellstoff, Holzfaser, heißt derjenige Stoff, welcher das Gewebe der Pflanzen, das allgemeine Material für die pflanzlichen Elementarorgane, die Pflanzenzellen, bildet. In neuester Zeit hat man jedoch auch in dem Mantel der Ascidien, also bei Thieren, Cellulose gefunden. Sie ist in Wasser, Alkohol, Aether, Oelen, verdünnten Säuren unlöslich, daher ihre mannigfaltige technische Verwendbarkeit, als Hanf, Flachs, Baumwolle, Papier. Nur bei ganz jungen, noch zarten Pflanzen ist die C. für Menschen und Thiere verdaulich, bei ältern durchaus unverdaulich. Durch Einwirkung concentrirter Salpetersäure auf die C. bildet sich die Schießbaumwolle und das Collodium.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1854, Band 2, S. 42.
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