Monotheismus

[227] Monotheismus, griech.-lat., der Glaube an Einen und zwar lebendigen und persönlichen Gott. im Gegensatze zum Atheismus (s. d.) sowie zu dem dem Atheismus nahestehenden od. eigentlich mit ihm zusammenfallenden Pantheismus, der nichts von einem persönlichen Gott wissen mag; ferner zum Polytheismus, zur Vielgötterei, welche den einzig wahren Gott vor lauter Göttern nicht mehr sieht. Der M. hinwiederum läßt sich unterscheiden als abstracter M., entsprechend dem Deismus (s. d.), dann als concreter M., der den Einen lebendigen u. persönlichen Gott nicht nur existiren, sondern auch in der Welt walten und schalten läßt.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1856, Band 4, S. 227.
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