[233] [1.]
O Jesulein zart/
Das Kriplein ist hart/
O Jesulein zart/
Wie ligstu so hart/
Ach schlaff/ ach thu die äugelein zu/
Schlaff vnd gib vns die ewige Ruh/
O Jesulein zart/
Wie ligstu so hart/
O Jesulein zart/
Das Kriplein ist hart.
2.
Schlaff Jesulein wol/
Nichts hinderen sol/
Ochs/ Esel vnd Schaff/
Sein alle entschlaff.
Schlaff Kind/ schlaff thu die äugelein zu/
Schlaff vnd gib vns die ewige Ruh/
Ochs/ Esel vnd Schaff/
Sein alle entschlaff.
Nichts hinderen sol/
Schlaff Jesulein wol.
[234]
3.
Dir Seraphin singt/
Vnd Cherubin klingt/
Viel Engel im Stall/
Die wiegen dich all/
Schlaff Kind/ schlaff thu die äugelein zu/
Schlaff vnd gib vns die ewige Ruh/
Dir Seraphin singt/
Vnd Cherubin klingt/
Viel Engel im Stall/
Die wiegen dich all.
4.
Schweig Eselein still/
Das Kind schlaffen wil.
Ey öchsle schweig still/
Das Kind schlaffen wil.
Schlaff Kind/ schlaff thu die äugelein zu/
Schlaff vnd gib vns die ewige Ruh/
Schweig Eselein still/
Das Kind schlaffen wil.
Ey öchsle schweig still/
Das Kind schlaffen will.
5.
Alleluia.
Alleluia.
Alleluia.
Alleluia.
Alle Alle Alleluia.
Alle Alle Alleluia.
Alleluia.
Alleluia.
Alleluia.
Alleluia.
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»Fanni war noch jung und unschuldigen Herzens. Ich glaubte daher, sie würde an Gamiani nur mit Entsetzen und Abscheu zurückdenken. Ich überhäufte sie mit Liebe und Zärtlichkeit und erwies ihr verschwenderisch die süßesten und berauschendsten Liebkosungen. Zuweilen tötete ich sie fast in wollüstigen Entzückungen, in der Hoffnung, sie würde fortan von keiner anderen Leidenschaft mehr wissen wollen, als von jener natürlichen, die die beiden Geschlechter in den Wonnen der Sinne und der Seele vereint. Aber ach! ich täuschte mich. Fannis Phantasie war geweckt worden – und zur Höhe dieser Phantasie vermochten alle unsere Liebesfreuden sich nicht zu erheben. Nichts kam in Fannis Augen den Verzückungen ihrer Freundin gleich. Unsere glorreichsten Liebestaten schienen ihr kalte Liebkosungen im Vergleich mit den wilden Rasereien, die sie in jener verhängnisvollen Nacht kennen gelernt hatte.«
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