Azimutübertragung

[428] Azimutübertragung ist die Methode, das Azimut einer Strecke aus demjenigen einer anliegenden Strecke mit Hilfe des von beiden Strecken eingeschlossenen Winkels abzuleiten (s. Koordinaten, geodätische, Triangulierung und Polygonisieren). – Die Azimutübertragung auf dem Sphäroid wird in Verbindung mit unmittelbaren Azimutbestimmungen und Polhöhenmessungen benutzt, um für kleinere Gebiete bei schief zur Meridianrichtung liegenden Strecken die Elemente des Erdellipsoides zu ermitteln (s. Erde, Erdmessung).


Literatur: Helmert, Die mathemat. u. physikal. Theorien d. höheren Geodäsie, 1. Teil, Leipzig 1880; Jordan, Handb. d. Vermessungsk., Bd. 3, Stuttgart 1896, Kap. V–VIII.

Reinhertz.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 1 Stuttgart, Leipzig 1904., S. 428.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien: