Funke, Otto

[571] Funke, Otto, geb. zu Chemnitz 27. Oktober 1828, studierte in Leipzig von 1846 ab, erwarb 1851 durch seine Inaug.-Diss. »De sanguine lienis« die[571] Doktorwürde, wurde 1853 zum Prof. e. o. der Med. in Leipzig ernannt, 1860 als ordentl. Professor der Physiologie nach Freiburg berufen, in welcher Stellung er bis zu seinem 16. August 1879 infolge eines Krebsleidens erfolgten Tode verblieben ist. F. hat seine Studien namentlich unter der Leitung von E. H. Weber und C. G. Lehmann gemacht und, unterstützt durch eine seltene Begabung, auf dem Gebiete der Physiologie und physiologischen Chemie einen hochgeachteten Namen erworben, sowie er auch als Lehrer durch seinen klaren, anregenden Vortrag höchst vorteilhaft gewirkt hat. Unter den mehrfachen von ihm herausgegebenen Schriften sind namentlich zu erwähnen der »Atlas der physiologischen Chemie« (Leipzig 1853; 2. Aufl. 1858) und das »Lehrbuch der Physiologie« (anfangs als Umarbeitung von Rud. Wagner's Buch, dann unter eigenem Namen erschienen, Leipzig 1858, 4. Aufl. 1863).

Quelle:
Pagel: Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts. Berlin, Wien 1901, Sp. 571-572.
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