Pommerenike, Frl. Emma

[147] *Pommerenike, Frl. Emma, Berlin W. 35, Lützowstrasse 13, wurde am 6. Dezember 1831 zu Erfurt geboren, als Tochter des damaligen Hauptmanns der Artillerie, Pommerenike. Sie durchlebte eine glückliche Kindheit und Jugend unter dem Wechsel verschiedenster Garnisonen und Lebenskreise, in welche sie der Beruf ihres Vaters und dessen fortschreitendes Avancement einführte. Im Jahre 1857 wurde derselbe auf sein Gesuch als General zur Disposition gestellt, und von da ab blieb Berlin die Heimat der Familie. Wenn es E P. vergönnt war, unter den vielseitigen Anregungen, welche das Elternhaus, die Natur, die vielfachen weiten Reisen, auf sie ausübten, den Horizont ihres Geistes zu erweitern, so zog ein angeborener Trieb sie doch mit Vorliebe in die Tiefe historischer, biographischer, theologischer und sprachlicher Studien, um derenwillen sie auch die alten Sprachen mit Freude erlernte. Es war natürlich, dass die Mannigfaltigkeit eines bewegten inneren und äusseren Lebens auch durch die Feder ihren Ausdruck fand. Von ihren Büchern fanden zwei englische und holländische Übersetzungen u.a. »Welches Bekenntnis«, von dem ihr persönlich unbekannten berühmten holländischen Geistlichen J. A. Schuurman auf Java. Mancherlei körperliche Leiden und langjährige Krankheit beschränkten die Thätigkeit E. P's. in späteren Jahren auf allen Gebieten.

‒ Erläuterungen des Ev. St. Johannis. (405) Berlin, Wiegandt & Grieben.

‒ Renata, Herzogin von Ferrara. Ein historisches Lebensbild aus dem Zeitalter der Reformation. (156) Gotha 1869, Fr. A. Perthes.

‒ Suchen und Finden. 4. Aufl. (281) (1861) 1870. Berlin, Wiegandt & Grieben.

‒ Welches Bekenntnis? (188) Ebda. 1862.

Quelle:
Pataky, Sophie: Lexikon deutscher Frauen der Feder Bd. 2. Berlin, 1898., S. 147.
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