Weidewaldwirthschaft

[25] Weidewaldwirthschaft, die Bepflanzung der Weiden mit Holz. Hauptgrundsätze derselben sind: Man bepflanzt die Weideplätze so dicht mit Holz, daß der Boden gegen die Einwirkungen der Sonne u. Luft geschützt ist; hierzu ist ein Bestand erforderlich, welcher ungefähr zum dritten Theil od. zur Hälfte, je nach Beschaffenheit des Bodens u. dessen wasserhaltender Kraft, das Grundstück beschattet; die Wahl der Bäume ist nach dem Boden zu bestimmen, am zweckmäßigsten sind solche, welche außer dem Schatten noch eine Nebennutzung an Futter u. Früchten gewähren; das Köpfen der Bäume, Abhacken der Zweige muß entweder schlag od. wechselsweise geschehen, so daß der Boden nie ganz auf einer Stelle von dem Schatten entblößt wird; nach der Art der Bäume u. deren Benutzung muß sich die Entfernung richten, in welcher sie an einander gepflanzt werden.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 19. Altenburg 1865, S. 25.
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