Beamte

1. Beamte thun ein' Eid und halten ihn wie's Sonntagskleid.

Holl.: Alle landsbedienden hebben een' eed gedaan. (Harrebomée, I, 37.)

Lat.: Videant consules, ne quid detrimenti respublica capiat. (Wiegand, 937.)


2. Die Beampte haben die Schlüssel zu der Baurn Geld. – Lehmann, 13, 24.


3. Die Beamten sind Ratten, die der Fürsten Einkünfte fressen.


4. Es sind böse Beamte, die der Herren Einkünfte heimlich fressen.


[Zusätze und Ergänzungen]

5. Beamte sind Ratten, die der Herrn Gefälle heimlich fressen. – Einfälle, 532.


6. Ein neuer Beamter vertreibt den alten. S. ⇒ Heiliger 107.

It.: Il podestà, nuovo saccia il vecchio. (Giani, 1362.)


Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 1. Leipzig 1867.
Lizenz:
Kategorien: