Beklagte

Beklagten gehört der letzte Satz. – Eisenhart, 561; Pistor., II, 73; Simrock, 906; Hillebrand, 223; Eiselein, 65.

Dieses Sprichwort bezieht sich darauf, dass in allen Rechten dem Beklagten in einer Streitsache zu seiner Rechtfertigung oder Vertheidigung vor dem endlichen Ausspruche des Richters das letzte Wort gewährt wird.


[Zusätze und Ergänzungen]

2. Der Beklagte kann gestehen und zahlen, oder leugnen und schwören. – Graf, 445, 406.


3. Wenn der Beklagte den Eid verbürgt hat, ist des Klägers Hand geschlossen. (S. ⇒ Eid 41.) – Graf, 469, 608.

Auf Rügen: »Sobalde de Beklagende den Eydt verborget hefft, so ist des Clägers Hand geschlaten.« (Normann, 366, 41.)

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 5. Leipzig 1880, Sp. 953.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika