Pfeifer

[1261] 1. Besser die Pfeifer fehlen als die Tänzer. – Altmann VI, 396.


2. Der Pfeifer findet leicht einen Fiedler.

Böhm.: Trefil jonák na jonáka. – Trefil pištec na bubeníka. (Čelakovský, 38.)


3. Ein Pfeiffer lobt dess andern reigen nicht. – Petri, II, 218.


4. Ein Pfeiffer macht dem andern wol einen Tantz vmsonst. – Petri, II, 218.


5. Ein schlechter Pfeifer verderbt den Tanz.


6. Es fehlt an guten Pfeifern zum Tanz.


7. Gute Pfeifer, brave Säufer. – Eiselein, 508; Simrock, 9801.


8. In des Pfeifers Haus lernt ein jeder blasen.

Holl.: In eens pijpers huis leert een ieder fluiten. (Harrebomée, II, 184a.)


9. Pfeifer, wahr' deine Arbt. – Lohrengel, II, 415.

Gib auf deine Arbeit Acht!


10. Sind erst die Pfeifer da, finden sich auch die Tänzer. – Altmann VI, 428.


11. Wer den Pfeiffer dingt, der muss ihm auch lohnen (ihn auch bezahlen). – Lehmann, 19, 43 u. 74, 42.


12. Zwei Pfeifer in einem Wirthshaus thun nicht gut. – Eiselein, 509.

Lat.: Duos fures non alit unus saltus. (Binder I, 387; II, 886; Philippi, I, 129; Seybold, 141; Tappius, 404a.) – Duos stultos non sustinet una mensa. (Chaos, 946.) – Una domus non alit duos canos. (Chaos, 406; Seybold, 648.)


13. Zwo Pfeiffer in einem Wirthshauss tügen nichts. – Petri, II, 831.


*14. Den Pfeifer (die Zeche) bezahlen müssen. – Eiselein, 508.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3. Leipzig 1873, Sp. 1261.
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