Eau

[475] Eau (frz. Mehrzahl eaux, spr. oh), Wasser, in der chem. Technik gewisse Laugen, Lösungen und Mischungen, meist aber destillierte, über riechende Stoffe abgezogene Wässer: spirituöse Parfüme, kosmetische Waschwässer, Zahnwässer, Haarfärbemittel. E. de Cologne (dĕ kolónnj), Kölnisches Wasser, von dem Italiener Johann Maria Farina 1709 in Köln erfundenes, nach andern von Paul de Feminis von Mailand nach Köln gebrachtes Parfüm, eine alkoholische Lösung verschiedener ätherischer Öle; E. de Javelle (schawéll), Javellesche Lauge, wässerige Lösung von unterchlorigsaurem Kalium neben Chlorkalium, desinfizierendes Wasch- und Verbandswasser, Fleckmittel, jetzt durch das billigere entsprechende Natriumpräparat, die E. de Labarraque (-ráck), dargestellt durch Zersetzung des Chlorkalks mit Soda, verdrängt; E. de vie (wih, »Lebenswasser«), Branntwein; E. forte (spr. fort), Scheidewasser (Salpetersäure), auch: geätzte Kupferplatte, Radierung.

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 475.
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