Grande-Eau

[225] Grande-Eau (spr. grangd-ō, »Großwasser«), ein rechtsseitiger, 26 km langer Nebenfluß der Rhone im schweizer. Kanton Waadt. Von den Diablerets herab durchzieht er das durch Wasserfälle, Felspartien und gute Weide ausgezeichnete, den Lawinen, Wildwassern und Bergstürzen ausgesetzte Bal d'Ormont. Die in zahllosen Häusern und Berghütten angesiedelte protestantische Bevölkerung bildet zwei Gemeinden: Ormont-dessus (1094 Einw.) und Ormont-dessous (1743 Einw.). In der obern Gemeinde ist Vers l'Eglise, in der untern Sepey der Hauptort. Aus einem Seitental des obern Val d'Ormont rauscht vom Pillonpaß herab der Dard, der einen Wasserfall bildet. Die G. verläßt das Bergtal durch einen schluchtartigen Ausgang und bildet bei Aigle (s. d. 1) einen großen Schuttkegel.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 8. Leipzig 1907, S. 225.
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