Keller [6]

[955] Keller, Gottfr., Dichter und Novellist, geb. 19. Juli 1819 zu Zürich, 1861-76 erster Stadtschreiber des Kantons Zürich, gest. das. 16. Juli 1890. Durch sinnliche Energie, unerschöpfliche, naturwüchsige Gestaltungskraft, lebendigen Humor einer der größten deutschen Novellisten. »Gesammelte Gedichte« (10. Aufl. 1895), »Der grüne Heinrich«, Roman (1854; in neuer Bearbeitung 1880 u.ö.); treffliche Erzählungen: »Die Leute von Seldwyla« (1856, Neubearbeitung 1874), »Sieben Legenden« (1872), »Züricher Novellen« (1878), »Das Sinngedicht« (1882), »Martin Salander«, Roman (1886). »Nachgelassene Schriften und Dichtungen« (1893). – Vgl. Bächtold (3 Bde., 1893-97; Nachtrag 1897), Köster (1900), R. Huch (1904).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 955.
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