Vorarlberg

1929. Vorarlberg.
1929. Vorarlberg.

[934] Vorarlberg, kleinstes Kronland des zisleithan. Teils der Österr.-Ungar. Monarchie [Karte: Österreichisch-Ungarische Monarchie III], 2602 qkm, (1900) 129.237 E. [s. Beilage: Österreichisch-Ungarische Monarchie], zwischen Bodensee, Rhein und dem Arlberg, administrativ mit Tirol (s.d.) vereinigt. Ackerbau gering; bedeutende Viehzucht (Montafoner Rasse); Industrie entwickelt: Baumwollspinnereien, Färbereien, Bleichereien, Holzwaren-, Papierfabrikation, Schiffbau. Besondere Landesverfassung und eigener Landtag aus 20 Mitgliedern; im österr. Abgeordnetenhaus 4 Abgeordnete. Statthalter in Innsbruck. Einteilung in drei Bezirkshauptmannschaften (Bludenz, Bregenz, Feldkirch); Kreisgericht in Feldkirch. Hauptstadt Bregenz. Wappen zeigt Abb. 1929; Landesfarben: Rot-Weiß. – V. wurde 1782 zu Tirol geschlagen, kam durch den Preßburger Frieden mit diesem an Bayern, 1814 wieder an Österreich. [935] – Vgl. Bergmann (Landeskunde, 1868), Moosman (Geschichte, 2. Aufl. 1874); Höhl, »Wanderungen durch V.« (1880); Werkowitsch, »Das Land V.« (1887); Achleitner und Uhl, »Tirol und V.« (1894-95), Heer (1905).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 934-935.
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934 | 935
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