6. Die chorische Lyrik

[175] Chortänze mit Gesang waren bei den Griechen überall alt und wurden besonders bei den Dorern leidenschaftlich geübt, lange wohl mit einfachen musikalischen Refrains, wie das Lied der Elierinnen an Dionysos366 und wie das olympische Siegeslied (mit dem τήνελλα καλλίνικε). Götterfeste, Siegespomp bei den Agonen, Vermählungen und Todesfälle waren die nie ausgehenden Hauptanlässe, und so entstanden beständig Prosodien, Hymnen, Hyporcheme, Parthenien, Päane, Hymenäen und Threnoi. Wohl keine andere Nation hat das Chorische irgend so entwickelt, und dieses Unikum wird seinen Grund darin haben, daß hier die Religion nicht über und neben der Polis stand, sondern Kult und Leben eines waren. Dabei waren die Tanzenden, resp. Wandelnden bald andere als die Singenden, bald dieselben; Tanz und Gesang erläuterten sich gegenseitig.

Diese ganze Gattung nahm nun mit der großen Ausbildung der Musik (samt Rhythmik und Metrik) durch Terpander, Olympos und Thaletas (bei dem auch der Tanz ebenso wichtig ist) einen höhern und vielseitigen Aufschwung. Vorhanden sind freilich nur Überbleibsel, aber bei dem Aufwande, den die Polis und die einzelnen für diese Aufführungen machten, läßt sich ahnen, wie groß der Betrieb war, und zwar wurde auch hier alles agonal; in Athen wetteiferten u.a. die Phylen in Chören, und die Choregie wurde eine wichtige Pflicht der Bürger367. Überhaupt hatte jede bedeutendere Stadt, besonders im dorischen Peloponnes368, ihre Chorlehrer (χοροδιδάσκαλοι), welche sich die Aufstellung und Einübung von Chören zur Aufgabe des Lebens machten, und so entstanden von all den genannten Gattungen neben den alten, einfachen und populären Formen, die sich auch noch erhielten, reiche Kunstformen. Dabei wurde die Metrik sich eines unermeßlichen Reichtums bewußt, womit sie Dichtung, Musik und Tanz gleichmäßig durchdringen konnte; aber freilich haben wir hievon nur die Dichtung, nur das Drittelsphänomen übrig, und oft scheint es uns, das Wort habe sich unbillig fügen müssen und wir hätten nicht das beste Drittel.

Die Reihe der chorischen Dichter beginnt für uns mit Alkman, der in der zweiten Hälfte des VII. Jahrhunderts blühte. Er war der Sage nach ein Lyder, der als Sklave jung nach Sparta kam und dort freigelassen wurde. In der Musik konnte er schon auf Terpander und Thaletas fußen[175] und macht dabei aber auch darauf aufmerksam, daß er Neues schafft. Den Chor behandelt er nicht, wie Pindar, als sein bloßes Organ, sondern spricht von ihm, zu ihm und mit ihm und läßt ihn auch im Plural sprechen. Von ihm gab es Chorgesänge der verschiedenen genannten Gattungen zur Feier von Göttern und Menschen – einem Parthenion, d.h. einem für Jungfrauen zu singenden Liede gehört das größte Fragment an, welches erhalten ist –; doch war er auch Dichter von Liebesliedern, die wohl von einzelnen zur Kithar vorzutragen waren; ob er auch Embaterien (Marschlieder) verfaßt hat, ist zweifelhaft. Er bediente sich verschiedenartiger Verse und Strophen; sein Dialekt war der dorisch-spartanische, doch gar nicht unbedingt, sondern bisweilen fast episch, mit bloßem dorischen Anklange.

Auf Alkman folgt Stesichoros (643-560 v. Chr.) ein Bürger des ionischdorischen Himera auf Sizilien, aber von ozolisch-lokrischer Abstammung. Den Namen, unter dem er bekannt ist (Choraufsteller), hat er von seiner Tätigkeit, ursprünglich hieß er Tisias. Die wichtigste Neuerung, die von ihm berichtet wird, ist, daß er den epischen Stoff massenhaft in die chorische Lyrik einführte. Damit entsprach er einem dringenden Bedürfnisse; denn die chorische Lyrik jeglicher Gattung konnte, wenn sie nicht einförmig werden wollte, auf die Länge den Mythus nicht entbehren, sie mußte ein episches Element in sich aufnehmen. So finden wir denn bei Stesichoros Mythen von Herakles, Pelias, Meleager und aus dem thebanischen und trojanischen Kreise, auch pathetische Zeitereignisse, wie die Geschichte der mit ihrem Bruder von einem korinthischen Tyrannen gemordeten Rhadine369. Das Wie wird am ehesten aus den epischen Elementen bei Pindar zu erraten sein; das Epische mußte dem Gesang großer Chöre, der Instrumentalbegleitung, mannigfaltigem Rhythmenbau und Chortanz angepaßt werden. Dabei waren die Dichtungen sehr umfangreich, so daß die Orestie in zwei Bücher eingeteilt wurde. Wahrscheinlich führte man sie bei Totenopfern und Festen auf, die man besonders in Großgriechenland den Heroen, zumal den troischen, feierte.

Und nun sind von Stesichoros ein paar Fragmente von ganz supremer Schönheit erhalten, wie der Traum Klytämnestras und die wundervolle Stelle über Helios, wie er die goldene Schale, die Sonne, besteigt und nach dem andern Ende der Welt hinüberfährt. Bei dieser Behandlung erhielt der Mythus ein zweites, lyrisch erhöhtes Dasein; natürlich aber ging der Dichter, da er das Lob einzelner Gestalten zum Gegenstande seiner Gesänge machte, auch sehr frei damit um, zumal bei der Gelegenheit, da er mit seiner eigenen Person in den Mythus verflochten erscheint: er hatte auf Helena gescholten, war dafür von ihr mit Blindheit bestraft[176] worden und gelangte zur Heilung, nachdem er gesungen, nur ein Scheinbild Helenas sei in Troja gewesen.

Daß Stesichoros auch das bukolische Gedicht zuerst zur Kunstgattung soll erhoben haben, wurde früher370 erwähnt; auch Hymnen und Päane dichtete er, die man noch lange sang371, und für seine Brautlieder nahm er sich gleichfalls einen episch-mythischen Vorwand; das Epithalamion der Helena bei Theokrit (Id. XVIII) soll ihm nachgeahmt sein372. Was seine Sprache betrifft, so ist sie die epische, nur mit den geläufigsten Dorismen.

Arion, ein Lesbier aus Methymna (um 600 v. Chr.) bildete den (an sich uralten) Dithyrambos aus, indem er zuerst diese Äußerung dionysischer Erregung, deren Charakter von jeher jauchzende Lust und wilde Trauer gewesen war373, zu Korinth in die Form des Chorgesanges brachte und ihr so ein kunst- und würdevolles Gepräge gab374. Es waren kyklische Chöre, d.h. solche, die sich im Kreise um einen Altar bewegten375, und hier herrschte nicht die Flöte, sondern die Kithar vor, wie denn Arion der größte Kitharöde war. Erhalten ist weder von seinen Dithyramben noch von seinen Hymnen etwas; das Gedicht auf Poseidon, das unter seinem Namen geht, ist gefälscht.

In der zweiten Hälfte des VI. Jahrhunderts blühte Ibykos aus Rhegion, ein Wanderdichter, der auch lange bei Polykrates auf Samos war, dessen Knaben er u.a. besang. Er muß mit Stesichoros viel Verwandtes gehabt haben; doch hat man einigen Begriff offenbar nur von seinen Liebesliedern, welche gemäß der Größe der Strophe und dem künstlichen Versbau müssen chorisch vorgetragen worden sein, etwa bei Geburtstagen, Siegen in Gymnasien usw.376. Nach den zum Teil sehr schönen377 Fragmenten zu urteilen, war es wahrscheinlich ein Mythus (z.B. von Ganymed oder Tithonos), der, in solchen Liebesliedern behandelt, ihnen die nötige Konsistenz und jedesmalige Neuheit gab.

Mehr eine vielseitige und betrachtende als eine lyrisch ergreifende war die Begabung des Simonides von Keos (556-468 v. Chr.). Derselbe lebte[177] als Chorlehrer in seiner Heimat, meist im Chorhaus (χορηγεῖον) beim Apollotempel. Daneben aber besaß er hohes Ansehen und Einfluß bei Hipparch von Athen, sowie bei thessalischen Großen, und bei den sizilischen Tyrannen war er so angesehen, daß er z.B. 476 am Flusse Gelas einen Frieden zwischen Hieron von Syrakus und Theron von Agrigent vermitteln konnte. Er bekam die Helden des Perserkrieges offiziell mit Grabschriften und Gesängen (Elegien) zu feiern378, und groß war die Menge seiner Siege in musischen Agonen. Für öffentliche Feste dichtete er Hymnen, Betgesänge (κατευχαί), Päane, Hyporcheme, Dithyramben, Parthenien; weit öfter aber war er im Solde von Privatleuten; seine Muse war die erste, die ihre Gaben um Geld verkaufte379. Mit ihm erst wird der Siegesgesang (Epinikion) von den Chordichtern kunstreich ausgebildet (wie auch die Siegerstatue erst ungefähr von 540 an gewöhnlich wird). Seine Epinikien waren vielleicht im Sinn und Bau schon sehr den pindarischen ähnlich; auch sie verflochten den Preis mythischer Heroen mit dem Lobe des Siegers und wandten allgemeine Lebensbetrachtungen und Sentenzen auf die spezielle Lage desselben an; daneben fand sich eine milde und humane, aber auch lax-ionische Beurteilung sittlicher Verhältnisse. Von seinen Klagegesängen (ϑρῆνοι) ist das sehr schöne Fragment mit dem Klagegesang der Danae zum tiefen Schlummer des (Perseus)-Kindes erhalten; seine Art war »nicht erhaben wie Pindar, aber desto rührender zu klagen«; auch gedachte er mehr der Hinfälligkeit des Daseins, als daß er in Pindars Art das Jenseits gepriesen hätte. Seine Gedanken malte er viel feiner und vielseitiger aus als dieser; die Ausdrucksweise war schmiegsamer und weniger befremdlich.

Wie in seinen Epigrammen, so hat Simonides in seinen Chorgesängen, und zwar hier vielleicht zuerst unter den Dichtern, die Antithese380, die in der Rhetorik später eine so große Rolle spielen sollte. Zwischendurch hat er nicht nur sehr prosaische Bilder, wie in dem Epigramme (99), wo es heißt: »als ganz Hellas auf der Spitze des Schermessers stand«, sondern das ganze Epinikion auf die Skopaden (5), wovon drei Strophen erhalten sind, ist die lautere Prosa in den künstlichsten chorischen Wendungen, ein wahres Rendezvous aller Gemeinplätze (die N.B. schon damals längst[178] Gemeinplätze waren). Man ist froh, durch den Besitz des Danaefragmentes und der Epigramme bei diesem vielverbreiteten Dichter nicht ganz nur auf den Kredit angewiesen zu sein.

Der Schwestersohn und Schüler des Simonides und Pindars Rivale an den sizilischen Höfen381 war Bakchylides, ein feiner und zierlicher, noch mehr auf die Reize des Privatlebens, Liebe und Wein, gerichteter Dichter. Bei ihm ist alles chorisch, auch die erotischen Lieder und die sehr schönen für Gelage verfaßten. Er ist unter diesen chorischen Dichtern weit der durchsichtigste, und doch wäre vielleicht z.B. der schöne Päan auf die Wohltaten des Friedens (13) in einfacher äolischer Strophe und selbst als Elegie noch schöner; wirklich ist auch das schöne Fragment (27), welches das Lob des phantasieerhöhenden Weines enthält, in einer viel einfachern, vierzeiligen Strophenform gedichtet. Der sanften und bequemen ionischen Elegie nähert sich überhaupt der Ton des Dichters.

Von Lasos von Hermione weiß man nicht viel mehr, als daß er die Wettkämpfe mit Dithyramben aufbrachte und auch Theoretiker und Lehrer Pindars war. Timokreon von Rhodos, welcher Athlet und Dichter war, ist besonders durch seine chorische Invektive auf Themistokles bekannt, eine zwar heftige, aber erstaunlich lederne Prosa in einem höchst künstlichen chorischen Metrum, von der man nur nicht absieht, wer sie singen mochte. Von Korinna, der böotischen Zeitgenossin Pindars, finden sich nur wenige abrupte Fragmente. Aufzählungen von lauter Sachen, wie sie Philoxenos382, ein jüngerer Zeitgenosse des Aristophanes, in seinem »Mahle«, wahrscheinlich einem seiner neumodischen Dithyramben, brachte, waren keine Kunst mehr, seitdem die Komödie den athenischen Vers für die unerhörtesten komischen Kombinationen gelenkig gemacht hatte. Philoxenos war übrigens als Dichter und Musiker (Aulöde) höchst angesehen und überall bekannt; durch ihn trat die Dithyrambik in eine neue Richtung (der dann auch Timotheos und Telestes folgten); an die Stelle des alten, feierlichen Ernstes, welchen die Bestimmung für den Kultus mit sich brachte, trat jetzt ein mannigfaltigerer Inhalt und eine freiere Behandlung, ein näheres Anschließen ans Leben mittelst der Dramatik und Mimik, wenn gleich die Gegenstände mythisch blieben.


Unsere ganze Kunde von der chorischen Poesie ist, abgesehen von der Unmöglichkeit, sich von Musik und Orchestik eine richtige Vorstellung zu machen, schon darum einseitig, weil uns vollständig nur ein Stoß [179] Epinikien erhalten ist, von einem Dichter, welcher im Altertume für alle Gattungen seiner Schöpfungen berühmt war: dies ist Pindar, in dem wir den Vertreter der feierlichsten Gelegenheitsdichtung haben.

Er war 522 v. Chr. geboren und starb über achtzigjährig. Selber von schwacher Stimme, lebte er ausschließlich für chorische Musik und Poesie, ein frommer und auch von den Göttern geliebter Mann383 und als Chordichter ein großer Theologe, was damals kein Priester war. Bei seinen Epinikien sehen wir zunächst in die große soziale Bedeutung der chorischen Lyrik hinein. Es war ein anerkannter Höhepunkt des Lebens, nicht nur, wenn man in Olympia, Delphi, Nemea und Korinth siegte und sogleich an Ort und Stelle mit einer kurzen Ode gefeiert wurde384, sondern wenn man, zu Hause angelangt, die Ehre eines längern Gesanges empfing. Hiefür honorierte man den Dichter hoch genug, daß er dafür andere Arbeiten hintansetzen konnte385, und dieser verfaßte darauf das Lied für einen Chor, welcher, in seltenen Fällen durch ihn selbst, meist durch einen hingesandten Chorlehrer eingeübt wurde386. Die Aufführung fand entweder im eigenen Hause statt, vor versammelten Verwandten und Anhängern, oder, wie die des zweiten nemeischen Gesanges, in einem öffentlichen Gebäude der Stadt oder auf dem Zug nach einem Tempel, wobei man während der Strophe und Antistrophe marschierte, während[180] der Epodos stillstand; bisweilen wurde sie wiederholt, wenn ein solches Fest sich jährte; aber nicht immer erlebte man die Sendung des Gesanges, sondern es kam vor, daß erst der Sohn den Preis des Vaters aufführte (vgl. Isthm. II), oder Pindar ließ wenigstens nach anfänglichem Versprechen am Festort viele Jahre warten, bis der Sieger sehr viel älter geworden (Olymp. XI).

Pindar wünscht nun nichts mehr, als sein ganzes Leben hindurch, ausgezeichnet überall bei den Hellenen durch Weisheit, mit sieggewinnenden Männern zu leben (νικαφόροις ὁμιλεῖν). Dies sind mit zwei Ausnahmen387 lauter hippische und gymnastische Sieger; sie stellen ausschließlich das damalige vornehme Griechenland dar, und auf sie ist sein ganzer Gesichtskreis orientiert. Natürlich haben wir es nur mit solchen zu tun, welche reich genug waren, den Dichter und den Chor zu bezahlen, und Pindar schätzt denn auch den Reichtum hoch: wer den mit Tugenden geschmückten Reichtum (πλοῦτος ἀρεταῖς δεδαιδαλμένος) besitzt, der weiß nach ihm ja sogar die Zukunft, d.h. wohl die Dinge des Jenseits, und während an und für sich das Wasser (als Grundbedingung des physischen Daseins) das beste ist, folgt darauf gleich das Gold (Ol. I, 1. III, 73). Er spricht sich in dieser Beziehung am Beginn des zweiten isthmischen Gesanges höchst naiv aus: die frühern Sänger sangen aus Liebe, die Muse war damals noch nicht gewinnliebend und um Lohn arbeitend und die Gesänge noch nicht versilbert im Gesicht; jetzt aber muß man das Wort jenes Argivers (Aristodemos) beachten, welcher, seiner Habe und seiner Freunde zugleich beraubt, sprach: »Das Geld, das Geld ist der Mann.« So stimmt die alte Bewunderung des Olbos, Plutos usw.388 und das neuere Bedürfnis des Geldverdienens in Pindar zusammen. Der Dichter gehörte aber auch in der Tat zum standesmäßigen Luxus reicher Sieger, er war die große Festperson des damaligen Griechenlands, und seine Gesänge sind die letzte mächtige Exhibition einer Kaste, die damals schon in den meisten Städten die eigentliche Macht der Demokratie überlassen mußte389.

Was nun den Inhalt und die Kompositionsweise390 der Epinikien betrifft, so ist vor allem zu beachten, daß Pindar nicht die Schilderung des[181] betreffenden agonalen Sieges selbst gibt, was eine unerträgliche Einförmigkeit würde hervorgebracht haben, sondern die Feier des Siegers. Für seine Kunst aber geben den eigentlichen Maßstab nur die längern, mit Muße gearbeiteten, auf genauer Kunde über diesen Sieger, seine Genealogie, seine Angehörigen, Hauskulte, Heimat usw. beruhenden Oden. Vor allem hat er häufig den Vorteil, eine ganze Siegerfamilie mitpreisen zu können. Die eigentliche Substanz seiner Poesie aber sind Mythen, durch welche ein starkes episches Element in die meisten dieser Oden kommt, aber in rascher glänzender Darstellung, indem die Erzählung hier nicht wie im Epos verfährt, sondern nur die Züge hervorhebt, die zur Entwicklung eines bestimmten Gedankens beitragen, in dessen Dienste sie steht. Diese Mythen sind mit der Person des Siegers entweder durch dessen göttliche, resp. heroische Abstammung verknüpft, womit damals das ganze vornehme Griechenland versehen war; – Pindar wählt dann etwas aus dem Mythus der betreffenden Gottheit oder des Heroenhauses, wobei ungeniert auch das mythische Unheil miterwähnt wird391; -oder die Kenntnis von Hauskulten des Siegers veranlaßt den Preis der betreffenden Götter; oder es werden von der Heimatstadt Mythen erzählt (Isthm. VI, die thebanischen Geschichten) und Kulte erwähnt, wie in dem schönsten kurzen Liede Ol. XIV der Charitenkult von Orchomenos beim Siege eines Orchomeniers; oder der Dichter verherrlicht, wenn er nichts anderes hat, die Lokalmythen des Kampfortes. Von der mythischen Gelehrsamkeit, die er in diesen Fällen betätigt, mag er vieles aus dem Betreffenden und seiner Familie erfragt haben, eine Menge entlegener Mythen aber, die er weiß, konnte ihm etwa auch von Logographen und aus Stadtgründungsgeschichten (κτίσεις) bekannt sein.

Wieweit die kunstreichen Schemata, womit Dissen eine Proportionalität im Bau, in der Verflechtung des Persönlichen mit den mythischen Erzählungen usw. glaubt nachweisen zu können, Pindar oder irgendeinem Hörer bewußt waren und von ihnen empfunden wurden, ist uns fraglich; jedenfalls aber verfuhr Pindar sehr bewußt und sagt es hundertmal, daß er an sich und seine Komposition denke.

Er preist zunächst auf allen Tönen den Gesang als solchen; das Schönste in dieser Richtung ist der berühmte Anfang der ersten pythischen Ode. Dann aber ist ihm sein Gesang in specie gerade soviel wert als der betreffende Sieg, ja er ist dessen gleichwiegende Hälfte; das volle Glück des[182] Siegers beruht darauf. Nur die enorme Feierlichkeit hindert uns, die Reklame zu erkennen, wenn es z.B. (Nem. VII, 20) heißt, der einzige Spiegel herrlicher Kämpfe sei Mnemosyne und ihr Gesang, oder (Ol. X, 1 ff.), bisweilen sei dem Menschen der Wind am notwendigsten, bisweilen die Regenwasser des Himmels, die Töchter der Nephele, wenn aber jemand mit Anstrengung Großes erreiche, so gebe es (für ihn) honigtönende Hymnen, Grundlage späteren Ruhmes und sicheres Pfand hohen Verdienstes.

Nun singt aber der Gesang etwas stark viel von sich selbst, so daß viele Partien einen sonderbaren Zwiespalt zwischen dem chorisch-lyrischen Vortrag und dem subjektiven Inhalt müssen dargeboten haben. Der Dichter redet die Muse oder das eigene Herz oder den Gesang selber und die Phorminx (Lyra) gar zu oft an und sagt, wovon er jetzt reden wolle und wovon nicht392; er besorgt Überdruß, wenn er bei diesem oder jenem Thema länger bliebe; er ruft sich (Pyth. XI, 58) umständlich und mit Gewalt von der Erzählung eines Mythus zum Preis des Siegers weg. Man hat dabei das Gefühl, als wollte er sich für die große Mühseligkeit der Produktion entschädigen.

Häufig und laut ist bei ihm auch die Betonung des eigenen Wertes, was sich, in fernem Lande durch Choristen gesungen, unmöglich immer kann gut ausgenommen haben, womit er sich aber im Preise hielt, solange ihm die Leute glaubten393. Sein Lied auf einen Sieg mit Maultiergespann (Sieg und Lied sind ziemlich unbedeutend) heißt die dauerndste Leuchte weithin gewaltiger Tugend, ja Pindar besteigt auch wohl den Siegeswagen selber, oder sein Gesang ist ein Prachtbau und dessen Exordium die goldenen Säulen des Prothyrons, oder er sendet seinen Gesang dem Sieger, so wie ein Schwiegervater dem jungen Eidam die volle Goldschale zutrinkt; durch die Gnade der Götter blühen stets weiseA13 Gedanken in der Brust des Dichters; wenn aber ein trefflicher Kämpfer ohne Gesang in den Hades hinabsteigt, so hat er nutzlos gelebt und sich abgemüht.[183]

Damit hängt zusammen seine unpoetische und im chorischen Vortrag gewiß lächerliche Polemik. Homer soll Odysseus überschätzt haben, ganz als hätte Pindar (der wohl die enorme poetische Überlegenheit der Odyssee fühlte) richtigere Kunde gehabt. Besonders aber wendet sich dieser gegen Feinde und Neider. Er bezeichnet sie als Füchse oder als schreiende, tief unten weidende Krähen im Vergleich mit ihm, dem Adler. Namentlich hat er hie und da einen bissigen Schluß (z.B. Ol. II, Pyth. II, Nem. VII). Einmal (Ol. VI, 151) fordert er gar seinen Chorlehrer Aineias auf, die Freunde erkennen zu lassen, ob sie beide der alten Schimpfrede vom böotischen Schweine entrinnen könnten.

Dergleichen ist um so auffallender durch die Verbindung mit der bombastischen Starrheit des Ausdruckes, wozu ihn das Anpassen des Textes an Rhythmik und Musik, und wer weiß was für Mimik und Orchestik öfter mag genötigt haben. Er war auch von Anfang an und für jedermann schwierig zu verstehen, und sein großer Ruhm, ja seine Popularität war nur möglich bei einem Volke, welchem des Chorwesen überhaupt eine völlig vertraute und hochgewertete Sache war und die Sieger der großen Agone die ruhmwürdigsten Leute. Bisweilen umschreibt er das Allerordinärste mit dem feierlichsten Pomp und sagt dann mitten zwischenhinein ein hölzern prosaisches Wort. Um zu sagen, daß das Fest sich jähre, sagte er z.B. (Ol. IV, 1): »Zeus usw., deine unter den bunten Klängen der Phorminx im Tanz sich drehenden Horen haben mich hieher gesandt als Zeugen der erhabensten Kämpfe.« Um eine Behauptung zu Ehren eines Siegers zu unterstützen, heißt es (Ol. VI, 32): »Ich, sonst zwar weder hadersüchtig noch allzu streitliebend, bezeuge dies mit hohem Eide, und die honigstimmigen Musen werden es mir zulassen!« Einer seiner Sieger hat im achäischen Pellene den dort üblichen Preis, eine warme Chlamys, gewonnen; der Dichter sagt: »Als wider die kalten Lüfte wärmende Schutzwehr ihm Pellene gewährte« (Donner). Wenn ein langverzögerter Gesang um so besser ausfällt, so ist dies ein nutzbringender Zins (τόκος ὀνάτωρ). Höchst unfreiwillig komisch klingt das pomphafte Skolion auf die korinthischen Freudenmädchen394.

Wenn Pindar für uns an solchen Stellen geradezu etwas Zopfartiges hat, so ist er andererseits ein Hauptzeugnis für die merkwürdige Naivität der damaligen Griechen. Diese äußert sich hie und da in maiorem gloriam des Gepriesenen. Wenn es aber in dem zur Feier der Prytanenwürde des Aristagoras gesungenen Enkomion (Nem. XI) heißt, »ihm – der auch in[184] kleinen Agonen gesiegt hatte – hätten nur die Eltern nicht erlaubt, auch in Olympia und Delphi aufzutreten, sonst würde er dort ebenfalls gesiegt haben«, so müssen wir uns doch sagen, daß dergleichen lächerlich war, solange die Welt steht, und also auch zu Pindars Zeit. Den Kamarinäern, die sich über den agonalen und baulichen Aufwand ihres Mitbürgers Psaumis aufgehalten – wahrscheinlich waren sie eine verrottete Demokratie, welche meinte, die Habe des reichen Bürgers sei ihr allein verfallen – wird bedeutet, dergleichen bringe Mut unter die Bürger. – Andere Male aber gibt er mit bedeutendem Mut seinen mächtigsten Kunden deutliche Warnungen, wobei zu erwägen ist, daß er selbst nicht an Höfen lebte und nicht ein Lebensgefährte von Fürsten, sondern eher von Aristokraten war. Der Mythos von Pelops und Tantalos wird (Ol. I) so behandelt, daß Hieron und ganz Syrakus es unmöglich anders deuten konnten denn als Warnung vor Gewalttat und Mahnung zur Mäßigung im Glücke395. Auch dem Arkesilaos von Kyrene werden (Pyth. IV und V) deutliche Wahrheiten gesagt. Das lange Argonautengedicht (Pyth. IV) gab Pindar dem Flüchtling Damophilos mit, den er damit dem Fürsten zur Restitution empfahl; kaum begreifen wir, wie der Schluß dieses Gedichtes von V. 446 an an einem solchen Hofe in einem wirklich aufgeführten Epinikion seine Stelle finden konnte396. – Viele andere Male scheut sich Pindar auch gar nicht, von der Unbeständigkeit des Glückes zu reden, nachdem er erst dessen Glanz mit allen Epithetis gemalt hat. Theron bekommt (Ol. II) zu hören: man wisse nie, ob der Tag, »der Sohn der Sonne«, auch glücklich enden werde; dann wird im Hinblick auf das Greisenalter des Fürsten das selige Jenseits geschildert, als ob es damit Eile hätte; auch die böse Nachrede giftiger Toren wird erwähnt. Und dies alles – wozu auch das Unheil im Hause des Kadmos, Therons Ahnenhause, gehört – wurde im Palast zu Agrigent zu einem Festmahle gesungen. – Auch dem eben erwähnten Psaumis wird (Ol. IV und V) unverblümt gesagt, daß er graue Haare habe, und ihm gewünscht, poseidonischer Rosse sich freuend, das Alter heiter zu tragen und umgeben von seinen Söhnen zu sterben397.

Jedes Epinikion hat übrigens einen eigenen Bau; nicht zwei sind ganz nach demselben Schema gearbeitet. O. Müller398 unterscheidet dem Tone[185] nach dorische und äolische Oden; einige seien auch lydisch. Einmal (Ol. XIV) sagt es Pindar selbst von einem Gedichte, es sei in lydischer Melodie und lydischer Art (?) gehalten (Λυδίῳ ἐν τρόπῳ ἔν τε μελέταις). Es hat dies oben (S. 182) erwähnte Lied auf den Orchomenier Asopichos seine besondere leichte Süßigkeit; man sieht darin, wie durch eine rasche, hurtige Benutzung der an sich schon anmutigen Sage von den Chariten ein poetischer Inhalt fast aus dem Nichts kann geschaffen werden.

Im einzelnen Augenblick ist Pindar eben imstande, die allerwunderbarsten Wirkungen hervorzubringen, und die Art, wie er im Mythus lebt, hat für uns oft etwas Narkotisches. Er ist ja auch ein großer Dichter gewesen, trotz seiner Schwächen, die man, wo des Schönen noch so viel bleibt, nicht zu bemänteln braucht, aber er ist nicht gleichmäßig. Wenn wir die Hymnen, Päane, Dithyramben, Prosodien, Parthenien, Hyporcheme, Skolien, Threnen und Enkomien hätten, die im Altertum ebenso berühmt waren, wie seine Epinikien, würden sie uns vielleicht lieber sein als diese; unter den Fragmenten findet sich außerordentlich Schönes, freilich sind uns vielleicht gerade aus diesen Dichtungen einige der schönsten Stellen erhalten worden, so das von Athenäos (XIII, 76) erhaltene herrliche Skolion auf Theoxenos und prächtige Stücke von Threnen.

Eine sekundäre Notorietät muß Pindar bei allen Griechen genossen haben; sonst könnte ihn nicht Aristophanes in den Vögeln (904-957) als so bekannt voraussetzen, daß er auf ihn die Maske des schlechten feierlichen Poeten aufzubauen wagt. Auch muß er früh gesammelt worden sein. Daß gerade die Epinikien erhalten geblieben sind, dürfte vielleicht seinen Grund in ihrem antiquarischen Inhalte haben, welche es den Alexandrinern möglich machte, an ihnen am meisten Gelehrsamkeit zu entwickeln. Auch Apollonios und Lykophron sind ja deshalb erhalten, während andere verloren gingen399.


Indem wir nun noch auf die chorische Lyrik im allgemeinen einen Blick werfen, machen wir vor allem darauf aufmerksam, daß das Verhältnis zum Gesang und Tanz und die kunstreichen Metren der Diktion etwas geben, das von aller neuern Lyrik abweicht. Daher u.a. jene kunstreich-prächtigen, zusammengesetzten Epitheta und Adjektiva, in denen z.B. Ion von Chios von einem bis zum Morgen dauernden Gelage sagt: »Wir warteten ab den frühmorgendlichen luftdurchwandelnden Stern, den hellgeflügelten Vorläufer der Sonne«400. Dieser Faltenwurf ist neu[186] und unhomerisch; aber durch die Rücksicht auf die begleitenden Künste wird eben alle chorische Lyrik viel schwieriger als die individuelle, viel überladener und in der Diktion viel gewundener, und die Kompensation durch die Musik und den Tanz, denen gegenüber das Wort offenbar der nachgebende Teil werden mußte, besitzen wir nicht mehr.

Wenn wir damit die individuelle Lyrik vergleichen, so erscheinen uns gleich bei Alkman die vier Hexameter (26) so ungleich viel herzlicher und genießbarer als der ganze Rest, ausgenommen etwa das Fragment über die Nachtruhe der ganzen Natur (60), welches doch nur eine Aufzählung ist. – Besonders aber sieht man bei Sappho die große Überlegenheit der einfachen Strophe über die dorische Kunststrophe, sobald es sich um den Ausdruck der Seelenbewegung handelt. Um das Aphroditelied (ποικιλόϑρον᾽ ἀϑάνατ᾽ Ἀφροδίτα) möchten wir sozusagen den ganzen Pindar geben, soweit wir ihn kennen. Auch das Fragment (52) mit der Schilderung der tiefen Nacht und dem Schlusse »ich aber schlafe allein« und das Lied an die Ungebildete über ihr Schicksal im Hades (68) sind wunderbar ergreifend401. Und wenn die Welt an Alkäos und Sappho wohl wohl die größten Verluste erlitten hat, so ist doch auch Anakreon außerordentlich schön und klar, besonders das Fragment (2) mit der Festeinladung an Dionysos, dem er seine Liebe zu Kleobulos empfiehlt, und dann das an den geliebten, jungfräulich blickenden Knaben (4) und das an Eros, der ihn mit dem Purpurballe wirft und mit dem lesbischen Mädchen zu spielen auffordert, welches doch sein weißes Haar nicht mehr mag.

Wenn aus diesen Fragmenten die natürliche Anmut spricht, so ist dagegen die chorische Lyrik eine wahre Herberge aller Trivialität, und gerade Unberufene nisteten sich erst recht in das Schwierige ein, wofür der an Gemeinplätzen so reiche Gesundheitspäan des Ariphron als Beispiel angeführt werden möge. Inzwischen hatte sich ja auch das attische Drama, das ja ganz von der chorischen Poesie ausgegangen war, ihrer auf alle Weise bemächtigt. Aber gerade die große Kunstzeit hatte auch ein deutliches Gefühl von dem häufigen Mißbrauch der feierlichen Formen, und bei Aristophanes fehlt es nicht an Parodien derselben. Den schlechten Dichter, der sich in den Vögeln zur Gründung von Nephelokokkygia einfindet und seinen Gesang aus pindarischen Reminiszenzen zusammenflickt, haben wir eben erwähnt. Nachher (1372) tritt der Dithyrambiker Kinesias leibhaftig auf und wird mit seiner ganzen Kunst, um die er sich in die Wolken aufschwingen will, weil sie in diesen hängt, aufs stärkste verhöhnt402. Auch in den »Wolken« begegnen wir im Munde[187] des Strepsiades (335 ff.) einer Menge von Fetzen aus den gleichzeitigen Dithyrambographen. Man sieht nicht, daß die subjektive Lyrik wäre persifliert worden, sie wurde wahrscheinlich nicht von Unberufenen gepflegt; die chorische dagegen hatte – ähnlich wie die Tragödie – ein Gezücht von Dilettanten an sich gezogen, welche gerade das Schwerste mit Vorliebe nachahmten, und war außerdem ein Gewerbe, und da übte dann die Komödie Vergeltung.

Auf uns aber macht alle chorische Lyrik wesentlich und unvermeidlich den Eindruck der Mühseligkeit, weil die Poesie dabei einem unsäglichen Zwang untertan war. Da wir, wie gesagt, an ihr nur eine Drittelserscheinung haben, erscheint sie oft nur als die ausgepreßte Limone, die uns hingeworfen wird. Sie ist ja nicht nur für uns mühevoll, sondern sie muß es schon für die Dichter gewesen sein. Selbst in den Chören des Sophokles ist eine solche Menge von gezwungenen und schwierigen Redeweisen und Wendungen, daß man schließen muß, auch ihm habe die Musik und der Rhythmus schwer überwindliche Schwierigkeiten auferlegt.


Die weitern Schicksale der Lyrik, vom IV. Jahrhundert an, sind sehr dunkel. Eine Lyrik zu bloß schriftlicher Mitteilung gab es bei den Griechen nicht; es fehlt das einsam gedichtete Lied. Was Lyrisches weiter entstand, war und blieb in die Schicksale der Musik und des Virtuosentums, überhaupt des Aufführens verflochten, und diese Schicksale können seit der Wendung, die es mit dem Dithyrambos genommen hatte, unmöglich glückliche gewesen sein. Was Athen betrifft, so kann es zudem dem poetischen Gehalt der Chöre kaum gut bekommen sein, daß Chor und Choregie eine Gattung der bürgerlichen Brandschatzung geworden waren; eines der seltenen erhaltenen Stücke eines hier wirklich gesungenen Chores ist der Ithyphallikos auf Demetrios Poliorketes. Was aber in Alexandria für Spaße öffentlich gesungen worden sein müssen, davon kann uns Strabo (XIV, 1, 41, p. 648) bei Anlaß des Simos und seiner Simodia eine Ahnung geben. Das Epinikion muß schon bald nach Pindar durch den Wegfall der reichen Sieger untergegangen sein, und mit eigens bestellten Hymenäen und Threnoi wird es sich kaum anders verhalten haben; für Prosodien aber, mit denen ein Chor vor eine Gottheit trat, und andere gottesdienstliche Gesänge, die eigentlich jedesmal neu hätten gedichtet werden sollen, wird man sich, wenn die eigenen Kräfte dazu nicht ausreichten, wohl bald an die alten Dichter halten gelernt haben, wie dies Lukian403 wenigstens für seine Zeit bezeugt.[188]


Quelle:
Jakob Burckhardt: Gesammelte Werke. Darmstadt 1957, Band 7, S. CLXXV175-CLXXXIX189.
Lizenz:
Kategorien:
Ausgewählte Ausgaben von
Griechische Kulturgeschichte
Griechische Kulturgeschichte - Band I
Griechische Kulturgeschichte (insel taschenbuch)

Buchempfehlung

Gellert, Christian Fürchtegott

Die Betschwester. Lustspiel

Die Betschwester. Lustspiel

Simon lernt Lorchen kennen als er um ihre Freundin Christianchen wirbt, deren Mutter - eine heuchlerische Frömmlerin - sie zu einem weltfremden Einfaltspinsel erzogen hat. Simon schwankt zwischen den Freundinnen bis schließlich alles doch ganz anders kommt.

52 Seiten, 3.80 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon

Buchempfehlung

Große Erzählungen der Hochromantik

Große Erzählungen der Hochromantik

Zwischen 1804 und 1815 ist Heidelberg das intellektuelle Zentrum einer Bewegung, die sich von dort aus in der Welt verbreitet. Individuelles Erleben von Idylle und Harmonie, die Innerlichkeit der Seele sind die zentralen Themen der Hochromantik als Gegenbewegung zur von der Antike inspirierten Klassik und der vernunftgetriebenen Aufklärung. Acht der ganz großen Erzählungen der Hochromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe zusammengestellt.

390 Seiten, 19.80 Euro

Ansehen bei Amazon