Die nichtindogermanischen Volksstämme Europas

[809] 528. Der reichgegliederte europaeische Kontinent war ursprünglich von sehr verschiedenartigen Volksstämmen bewohnt, deren Reste sich zum Teil noch bis in die Gegenwart erhalten haben. Im äußersten Westen, auf der pyrenaeischen Halbinsel, und weiter nördlich bis zur Garonne und Rhone treffen wir beim Beginn geschichtlicher Kunde im sechsten Jahrhundert die iberischen Stämme. Schon damals waren keltische Scharen in die Halbinsel gedrungen und hatten den Iberern einen Teil des zentralen Hochlandes und der Westküste entrissen; dann sind die Iberer der Romanisierung erlegen bis auf die Basken der westlichen Pyrenaeen und des kantabrischen Gebirges, die bis auf den heutigen Tag die alte Sprache und Nationalität bewahrt haben. Durch ihre Sprache nehmen sie in der alten Welt eine einzigartige Stellung ein: das Bildungsprinzip des Baskischen, die Einverleibung der satzbildenden Elemente in das Verbum, kehrt nur in den amerikanischen Sprachen in ähnlicher Weise wieder. An die Iberer schließen sich in den Westalpen von der Rhone bis zum Po die Ligurer (griech. Ligyer, Stamm Ligus). In historischer Zeit sind sie im Osten schon durch die Etrusker, vor allem aber durch die zu Anfang des vierten Jahrhunderts gleichzeitig ins Rhonetal und in die Poebene vordringenden Kelten in die Seealpen und den oberen Apennin zurückgedrängt worden, in der römischen Zeit ist ihre Nationalität untergegangen. Genaueres über ihre ethnographische Stellung läßt sich daher kaum ermitteln; nur [809] daß sie nicht zu den indogermanischen Völkern gehörten, scheint sicher zu sein, während eine Verwandtschaft mit den Iberern wenigstens nicht unmöglich ist. In älterer Zeit haben sich die Ligurer so gut wie diese über ein weit größeres Gebiet ausgedehnt. Nach einer auf sehr alte Quellen zurückgehenden Angabe bei Avien saßen die Ligurer ehemals in der Normandie; erst vor kurzem, d.h. etwa zu Anfang des sechsten Jahrhunderts, seien sie durch die Kelten aus ihren alten Wohnsitzen verdrängt worden. Es ist sehr möglich, daß uns hier wirklich noch eine geschichtliche Nachricht über das Vordringen der Kelten nach Westen erhalten ist und die Ligurer die älteste Bevölkerung Frankreichs gebildet haben. Auch die italische Halbinsel mag vor der Einwanderung indogermanischer Stämme (und der Etrusker) einmal größtenteils oder ganz ligurisch gewesen sein. Derartige Hypothesen haben schon manche der alten Gelehrten aufgestellt; so erklärte Philistos-schwerlich mit Recht-die Sikeler für Ligurer, die von den Umbrern aus ihrer Heimat vertrieben seien, andere machten die Urbewohner von Latium zu Ligurern. Neuere Forscher haben gleichartige Annahmen durch Namensanklänge zu stützen gesucht; und in der Tat finden sich wenigstens bei den Elymern an der Westspitze Siciliens Ortsnamen, die bei den Ligurern wiederkehren. Reste einer vorindogermanischen Bevölkerung haben sich vielleicht auch sonst noch in Italien bis in spätere Zeiten erhalten, so in den Tälern der Ostküste, ferner in den Sikanern im Westen Siciliens, die Antiochos von Syrakus, dem Thukydides und Philistos folgen, von dem gleichnamigen Fluß Sikanos (später Sucro, jetzt Xucar) in Spanien ableitete, von wo sie von den Ligurern vertrieben seien, während sie selbst sich im Gegensatz zu den später eingewanderten Sikulern für Autochthonen auf der Insel erklärten. Auch über die Bewohner der westlichen Inseln, die Korsen-denen auch der Norden Sardiniens gehörte-und die Sarden läßt sich kaum ein positives Ergebnis gewinnen. Die Alten haben sie bald für Ligurer, bald für Iberer oder Libyer erklärt; die Verwandtschaft der Korsen mit den Iberern in Sprache und Tracht wird von [810] Seneca, der darüber ein kompetentes Urteil haben konnte, hervorgehoben und findet eine weitere Stütze darin, daß sich bei beiden die Sitte des Männerkindbetts findet (§ 10 A.). – In Britannien hat sich ein Rest der ältesten Bevölkerung in den Pikten des nördlichen Schottlands bis in späte Zeiten erhalten; ursprünglich, vor Einwanderung der Kelten, haben sie wahrscheinlich die ganze Insel und ebenso Irland bewohnt. Daß bei ihnen die mutterrechtliche Ordnung der Familie, des Stammesrechts und der Erbfolge bestand, mit Polyandrie und freiem Verkehr der Geschlechter, ist früher (§ 11 A.) schon erwähnt; auch von der Sitte des Männerkindbetts finden sich hier Spuren. Im übrigen ist auch bei ihnen die ethnographische Stellung noch ungeklärt.


Die seit W. v. HUMBOLDT allgemein herrschende Annahme, daß die Basken (Vascones) Nachkommen der alten Iberer und das Baskische die Sprache der Iberer sei, ist von manchen neueren Gelehrten bestritten (vgl. die Darlegung des Problems bei CAM. JULLIAN, Histoire de la Gaule I 267ff.); sie halten, im Anschluß vor allem an D'ARBOIS DE JUBAINVILLE, die Ligurer für die älteste Bevölkerung Spaniens, deren Sprache im Baskischen fortlebe; die Iberer seien aus Nordafrika eingewandert. Diese Annahme ist höchst unwahrscheinlich; weit eher kommen die spanischen oder allgemein europaeischen Volkselemente Nordafrikas aus Europa, vgl. § 529. Die Annahme, daß die Ligurer die Urbevölkerung Spaniens seien, beruht außer auf der Angabe über die Herkunft der Sikaner (s.u.) auf Aviens ora marit. 196, wonach pernix Ligus Draganumque proles (wo Ligus Conjectur für Lucis ist) in der Nachbarschaft der Cempsi atque Saefes, der Stämme des nordwestlichen Spaniens wohnen [hier können aber die Ligurer sehr wohl die von Avien erwähnten Bewohner Frankreichs sein], und auf der Angabe v. 284, der Fluß Tartessus komme ex Ligustino lacu (vgl. Steph. Byz. Λιγυστίνη, πόλις Αιγύων τῆς δυτικῆς Ἰβηρίας ἐγγὺς καὶ τῆς Ταρτήσσου πλησίον˙ οἱ οἰκοῦντες Αίγυες καλοῦνται, wo offenbar die Epitome aufs stärkste gekürzt hat) Man sucht die Hypothese dann weiter durch geographische Namensanklänge zu stützen. SCHULTEN, in dem mir durch seine Güte bereits zugänglichen Artikel Hispania bei PAULY-WISSOWA hat die ganze ältere Geschichte Spaniens auf diese Annahme basiert. Auch die Aquitaner sollen Ligurer sein, obwohl Strabo IV 1, 1 und 2, 1 sagt οἱ Ἀκυιτανοὶ διαφέρουσι τοῦ Γαλατικοῦ φύλου κατά τε τὰς τῶν σωμάτων κατασκευὰς καὶ κατὰ τὴν γλῶτταν, ἐοίκασι δὲ μᾶλλον Ἴβηρσιν = οὐ τῇ γλώττῃ μόνον ἀλλὰ καὶ τοῖς σώμασιν ἐμφερεῖς Ἴβηρσιν μᾶλλον ἢ Γαλάταις. Danach scheint es [811] höchst unwahrscheinlich, daß sich hier im Baskischen eine nichtiberische Sprache erhalten haben sollte. – Die Tragweite der Angabe Aviens über die Ligurer (ora marit. 130ff., vgl. den oben erwähnten v. 196) hat namentlich D'ARBOIS DE JUBAINVILLE, Les premiers habitants de l'Europe, 2. Aufl. 1889-94 betont. Über ihre Abstammung Cato orig. fr. 31: sed ipsi unde oriundi sunt exacta memoria; inliterati mendacesque sunt et vera minus meminere; vgl. Dion. Hal. I 10: die Ligurer sind in Italien und Gallien weit verbreitet, ὁποτέρα δ᾽αὐτοῖς ἐστι γῆ πατρίς, ἄδηλον˙ οὐ γὰρ ἔτι λέγεται περὶ αὐτῶν προσωτέρω σαφὲς οὐδέν. Verschiedenheit von den Kelten: Strabo II, 5, 28; ethnographische Schilderung Diod. V 39 aus Posidonios. Über ihre Nationalität: NISSEN, Ital. Landeskunde I 465ff. HELBIG, Italiker in der Poebene 30ff. MÜLLENHOFF, Deutsche Altertumskunde III. Für einen keltischen Stamm hat CUNO, Rh. Mus. 20 die Ligurer erklärt; auch D'ARBOIS DE JUBAINVILLE hält sie für Indogermanen, namentlich auf Grund sehr problematischer Namensdeutungen. Ihm folgt KRETSCHMER, Z. f. vgl. Sprachw. 38, 1905, 97ff. [wo auch die weitere Literatur], der kurze Inschriften aus dem Gebiet von Lugano und dem Lago maggiore, wo die Lepontier saßen, für ligurisch hält. Die Spra che dieser Inschriften ist sicher indogermanisch und wahrscheinlich ein keltischer Dialekt; aber die Lepontier waren nach Strabo IV 6, 8 Rhaeter, nach Cato bei Plin. III 134, dem wir folgen werden, Tauriscae gentis wie ihre westlichen Nachbarn, die Salasser, also Kelten [daneben steht bei Plinius eine törichte Ableitung von dem griechischen Gefolge des Herakles, die auf Wortspielerei beruht]; das stimmt zu den Inschriften aufs beste. Ligurer dürfen wir in geschichtlicher Zeit in diesem Gebiet nicht mehr suchen. – Die Sikaner ὡς μὲν αὐτοί φασι .. αὐτόχϑονες .., ὡς δὲ ἡ ἀλήϑεια εὑρίσκεται, Ἴβηρες ὄντες καὶ ἀπὸ τοῦ Σικανοῦ ποταμοῦ τοῦ ἐν Ἰβηρίᾳ (dem Sucro, Xucar) ὑπὸ Λιγύων ἀναστάντες Thuk. VI 2; ebenso Philistos (Diod. V 6) und Ephoros (Strabo VI 2, 4), während Timaeos (Diod. V 6, vgl. V, 2) sie wieder für Autochthonen erklärte. Die Autorität, der Thukydides folgt, ist offenbar hier wie sonst Antiochos von Syrakus. – Philistos über den ligurischen Ursprung der Sikeler: Dion. Hal. I 22. Durch eine Kombination dieser Annahme mit der Angabe des Antiochos, daß die Sikeler (oder vielmehr ihr Eponymos Sikelos) aus Rom gekommen seien (Dion. Hal. I 73, vgl. 12. 35), ist die Behauptung entstanden, die Urbewohner Latiums, die Aboriginer, seien Ligurer (Festus p. 321 sacrani. Dion. Hal. I 10). Die sikelische Inschrift von Centoripae hat THURNEYSEN, Z. f. vgl. Sprachw. 35, 212ff. mit großer Wahrscheinlichkeit als indogermanisch und italisch gedeutet, wenn auch im einzelnen noch vieles problematisch bleibt. – Seneca über die Korsen: Cons. ad Helv. 8. – Über die Pikten s. ZIMMER, Das Mutterrecht der Pikten, Z. der Savignystiftung für Rechtsgeschichte, romanist. Abt. XV, 1894 und seine posthumen [812] Aufsätze, speziell den über die irische Heldensage, Ber. Berl. Ak. 1911, 174ff., sowie Aus dem Nachlaß H. ZIMMERS, Z. f. celtische Philol. X, 1913, speziell S. 94ff. (das Männerkindbett der Pikten kommt in einer Sage aus Ulster vor, ebenda S. 100). Nichtkeltische Stämme im inneren Britannien erwähnen Caesar b.G. V 12. Tac. Agric. 11, vgl. 22. Der Name Picti kommt erst seit Beginn des vierten Jahrhunderts auf (paneg. auf Constantius 11; auf Constantin 7; Ammian 27, 8, 5): nach ZIMMER bedeutet er die »Tätowierten«, ebenso wie sein irisches Äquivalent Cruithen, dem kymrisch Prydein entspreche; davon stamme Britannia, korrekt Πρετανία, νῆσοι Πρεταννικαί, »die Insel der Tätowierten oder Pikten«. Die irische Überlieferung kennt die Pikten als ältere Bevölkerung Nordirlands. – ZIMMER hält auch den Namen Galli nicht für keltisch, sondern der Urbevölkerung angehörig und von den eindringenden Kelten übernommen (ebenda S. 88. 113, vgl. 115). – Von den Etruskern (einschließlich der Rhaeter) rede ich hier nicht, da sie in Italien wohl sicher überseeische Einwanderer sind (vgl. § 524). Alles weitere im nächsten Bande.


529. So finden wir im Westen und Süden Europas überall eine nichtindogermanische Bevölkerung, die dann den eindringenden indogermanischen Völkern gänzlich oder bis auf geringe Reste in abgelegenen Gebirgsländern erlegen ist; auch die vorgriechischen Stämme Griechenlands (§ 506) gehören hierher. Wir werden vermuten dürfen, daß in derselben Weise vorindogermanische Stämme ehemals auch in den zentralen Teilen Europas gesessen haben, wenn auch hier, wo unsere Kunde so viel später einsetzt, Überreste von ihnen nicht mehr nachweisbar sind. Erst in den Finnen und ihren Verwandten im äußersten Norden Europas hat sich wieder eine fremde Bevölkerung er halten. Ursprünglich mögen diese Stämme noch weiter in Rußland ausgebreitet gewesen sein; ob etwa auch die Kimmerier, die zu Anfang des ersten Jahrtausends an der Nordküste des Schwarzen Meeres saßen, und die zu diesen gehörenden Taurer ihnen verwandt waren, steht dahin. Während die finnischen Stämme der gelben (mongolischen) Rasse angehören, scheinen die Völkerschaften des gesamten übrigen Europas auch in der Urzeit schon Glieder der weißen, kaukasischen Rasse gewesen zu sein. Vielleicht standen sie somatisch auch mit den kaukasischen Stämmen Nordafrikas in Zusammenhang, [813] oder wenigstens mit dem libyschen Zweig derselben, bei dem, im Gegensatz zu den Aegyptern, ein hellfarbiger, blauäugiger Typus ebenso verbreitet ist wie in Europa, sei es nun, daß eine von Europa gekommene Bevölkerung sich in Afrika mit hamitisch-semitischen Elementen gemischt hat, sei es, daß umgekehrt in Aegypten der hamitische Typus fremde Elemente in sich aufgenommen hat (vgl. § 166). Die von manchen Forschern aufgestellte Hypothese freilich, die Urbevölkerung nicht nur Spaniens, sondern ganz Europas sei aus Nordafrika gekommen, schwebt völlig in der Luft. Man übersieht meist auch völlig, daß mit solchen Hypothesen gar nichts gewonnen ist und daß es ein Wahnglaube ist, zu meinen, man habe irgend etwas erklärt, wenn man die Bevölkerung (oder auch die Kultur), die man in irgend einem Lande antrifft, aus einem anderen, womöglich noch weniger bekannten Lande ableitet: das Problem wird dadurch nur weggeschoben, aber nicht erklärt. Auch hier hat die Forschung sich mit der Ermittlung zu begnügen, daß eine bestimmt faßbare Menschengruppe in den ältesten der geschichtlichen Erkenntnis zugänglichen Zeiten über ein bestimmtes Gebiet verbreitet ist und daß sie eventuell wieder mit anderen derartigen Gruppen in Beziehungen steht. Aber vor den ältesten erkennbaren Zuständen liegen immer wieder andere, die sich der Erkenntnis entziehen, und dieser Prozeß hört nie auf, selbst wenn die Forschung noch so weit sollte hinaufdringen können. – So ist denn auch die Annahme äußerst problematisch, daß die gesamte vorindogermanische Bevölkerung Europas (mit Einschluß Nordafrikas) einheitlich gewesen sei (und vollends die Anwendung des Ligurernamens auf dieselbe, vgl. § 528 A.), eine Hypothese, die man durch das Vorkommen gleicher oder ähnlicher geographischer Namen in diesem Gebiet und durch Übereinstimmung in Sitten und Anschauungen zu stützen sucht. Dem gegenüber pflegen die Anthropologen drei verschiedene somatische Typen zu scheiden, eine Mittelmeerrasse, eine alpine Rasse und eine nordische Rasse; aber auch hier bleibt es fraglich nicht nur, ob damit schon das letzte Wort gesprochen ist, sondern vor [814] allem, ob derartige somatische Unterschiede als für die ethnographische Stellung der Völker und Völkergruppen maßgebend betrachtet werden dürfen. Schwerlich sind die sprachlichen und die physischen Gruppen, auch wenn wir sie genauer erkennen könnten, durchweg zusammengefallen; vielmehr handelt es sich hier um Differenzierungen und Angleichungen, die im Leben der Menschen zu allen Zeiten wirksam sind und in ihren Anfängen in Epochen hinaufragen, die sehr weit jenseits nicht nur aller Überlieferung, sondern auch aller durch Rückschlüsse und tastende Vermutungen erfaßbaren Geschichte liegen (vgl. §§ 35ff.).


Daß der Kimmerierfürst Teuspa (d.i. pers. Teispes), der bei Assarhaddon cyl. 2, 6 erscheint, für ihre Nationalität nichts beweist, habe ich Z. f. vgl. Sprachf. 42, 10f. bemerkt; er wird ausdrücklich als »Mandakrieger«, d.h. als Angehöriger des Stammes Manda in Iran bezeichnet.


Quelle:
Eduard Meyer: Geschichte des Altertums. Darmstadt 81965, Bd. 1/2, S. 809-815.
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