Carolus Borromaeus, S. (2)

[558] 2S. Carolus Borromaeus, Aëp. et Card. (4. Nov.). Der hl. Karl Borxomäus, Erzbischof von Mailand und Cardinalpriester der römischen Kirche unter dem Titel der hl. Praxedis, dieses Muster der Bischöfe und der Wiederhersteller der Kirchenzucht in den letzten Zeiten, war ein Sohn des Grafen Gilbert Borromäus von Arona, und der Margaretha von Medicis, Schwester des Cardinals Johann Angelus von Medicis, der unter dem Namen Pius IV. den Stuhl des hl. Petrus bestieg, und wurde am 2. Oct. (nach Andern am 2. Nov.) 1538 auf dem Schlosse Arona, am südlichen Ende des Lago maggiore, 14 Miglien von Mailand, geboren.10 Welche Heiligkeit ihn einst zieren werde, das wurde schon bei seiner Geburt vorbedeutet, indem ein wunderbarer heller Lichtstreif das Zimmer seiner Mutter zwei Stunden lang erleuchtete. Von Kindheit an bemerkte man bei ihm untrügliche Zeichen seiner künftigen Heiligkeit und er bewies selbst bei seinen kindlichen Rergnügungen eine ernste Neigung für den göttlichen Dienst. Diese glücklichen Anlagen führten seine Eltern auf den Gedanken, er sei zum geistlichen Stande berufen, und er empfing frühzeitig die Tonsur, als Zeichen seiner Bestimmung. Der Vater, der überaus fromm und gottselig lebte, entschied sich indessen doch erst nach der vom Sohne ausgesprochenen Wahl, und ehrte zu sehr die Gesetze der Kirche, als daß er jene Eltern hätte nachahmen können, die über den Beruf ihrer Kinder verfügen, ohne ihre Einwilligung und ohne den Willen Gottes zu Rathe zu ziehen. Der hl. Karl war [558] erst zwölf Jahre alt, als sein Oheim, Cäsar Borromäus, die Abtei von St. Gratian und St. Fellin ihm zu Gunsten resignirte; allein Karl, der schon die Kirchenvorschriften kannte, stellte ehrfurchtsvoll seinem Vater vor, daß alle Einkünfte der Abtei, die nach Abzug des für seine Erziehung und den Kirchendienst Erforderlichen übrig blieben, den Armen angehören und jeder andere Gebrauch widerrechtlich sei. Die Anfangsgründe seiner wissenschaftlichen Bildung erhielt der hl. Karl zu Mailand, welches er später verließ, um auf der Universität Pavia die geistlichen und weltlichen Rechte zu studiren. Da Karl eine etwas schwere Zunge hatte und zudem noch das Stillschweigen übte, glaubte Jedermann, er habe wenig Anlagen zum Rechtsstudium; allein er machte deßungeachtet solche Fortschritte, daß er nach Beendigung seiner Studien im Jahre 1559 den Doctortitel erhielt, worauf er sich nach Mailand zurückbegab. Eben dieses Jahr war es, wo sein Oheim von mütterlicher Seite als Pius IV. den päpstlichen Stuhl bestieg. Während seine Familie über diese Erhebung überaus erfreut war und den neuen Papst beglückwünschte, gab Karl nicht das mindeste Zeichen einer übergroßen Freude von sich, sondern beredete vielmehr seinen Bruder Friedrich, daß er mit ihm die heil. Sacramente der Buße und des Altars empfing, um den Segen des Himmels auf den neuen Papst herabzuflehen – ein Beweis, von welch tiefem oder hohem Standpunkte er damals schon eine solche Wahl, wie die seines Oheims zum Statthalter Christi, ansah. Indessen wurde er von diesem bald nach Rom beschieden, daselbst zurückbehalten, sofort am letzten Tage des Jahres 1559 zum Cardinalpriester und am 8. Febr. 1560, obgleich er erst 23 Jahre alt war, zum Erzbischof von Mailand erhoben. Der Heilige bot Alles auf, um diese Würden von sich abzuwenden; allein er mußte sich nicht nur zu diesen verstehen, sondern auch noch die Verwaltung des Gebietes von Bologna, der Landschaft von Rom und der Mark Ancona übernehmen. Ueberhaupt setzte sein Oheim unbegränztes Vertrauen auf ihn, und der hl. Karl regierte die Kirche gleichsam unter dessen Namen. Man sollte erwarten, eine solche Geschäftslast, die ihm aufgeladen war, würde ihn von seinem bisherigen Wandel und seinen geistlichen Uebungen abgezogen haben; allein dieß war bei ihm nicht der Fall; vielmehr lebte er in seinem prachtvollen Palaste arm und abgetödtet, ging keinem unnützen Vergnügen nach, war sparsam mit seiner Zeit, die er mit Weisheit einzutheilen wußte, und so blieben ihm immer einige Stunden zum Gebet, zum Studium und zur Lesung frommer Bücher. Um unter der Geistlichkeit die Liebe zu den religiösen Wissenschaften zu erwecken, zugleich auch den Müssiggang von den Bediensteten des päpstlichen Hofes zu entfernen, errichtete er im Vatican eine Akademie von Geistlichen und Weltlichen, die öftere Versammlungen hielten und deren Zweck war, zur Tugend anzuregen und den Fortschritt in den Wissenschaften zu befördern. Daß der Heilige hiebei nicht unthätig war, beweisen seine Conferenzen, die im J. 1748 unter dem Titel »Noctes Vaticanae« (weil sie zur Nachtszeit stattfanden) im Druck erschienen. Da war es auch, wo der Heilige durch fortgesetzte Uebung die Schwerfälligkeit im Sprechen besiegte und sich sogar eine gewisse Leichtigkeit im Reden aneignete, wodurch er später in den Stand gesetzt wurde, das Wort Gottes mit Nutzen und Würde zu verkünden, was er immer am sehnlichsten gewünscht hatte. Da er indeß nicht selbst der Kirche von Mailand vorstehen konnte, sorgte er für gute Leitung derselben während seiner Abwesenheit; allein aller dieser Vorkehrungen ungeachtet, hatte der Heilige doch immer Gewissensunruhe wegen der Pflicht, in seinem Bisthume zu wohnen, und konnte sich nie vollkommen beruhigen, bis der ehrw. Bartholomäus de Martyribus, Erzbischof von Braga in Portugal, welcher eben von Trient nach Rom gekommen war, ihn gänzlich zufrieden stellte. Das Jahr 1563 ist im Leben unsers Heiligen berühmt durch die glückliche Beendigung des Kirchenraths von Trient, welcher er im Namen des Papstes beiwohnte, und die er durch seine kräftigen Vorstellungen, besonders aber durch sein Gebet, vorzüglich bewerkstelligte. Große Verdienste hat derselbe auch bei der Verfertigung des römischen Katechismus (Catechismus ad parochos), einem Werke, in welchem sich nach dem Urtheile aller Urtheilsfähigen Gelehrsamkeit, Genauigkeit und Kürze mit zierlicher und reiner Schreibart vereinigen. Der hl. Karl übernahm es nämlich, für die Bearbeitung dieses Werkes zu sorgen, zu welchem Zwecke er den gelehrten Dominicaner Franz Foreiro, der in der Eigenschaft eines[559] Theologen des Königs von Portugal dem Concilium beigewohnt hatte, noch einige Zeit in Rom zurückbehielt. Auch um das Meßbuch und das Brevier machte er sich sehr verdient, indem erdennachmaligen Papst Pius V. bewog, die Rubriken in die möglich beste Ordnung bringen zu lassen. Das Hauptverdienst unsers Heiligen besteht aber darin, daß er der Erste war, der das Concilium von Trient in allen seinen Theilen in seiner Diöcese sowohl als in seiner Metropolitanprovinz zur Ausführung brachte, und darin allen andern Bischöfen als Beispiel und Muster voranleuchtete. Er drang nämlich immer mehr in den Papst, seinen Oheim, ihn in sein Erzbisthum zu entlassen, und er hielt endlich die Erlaubniß, nach Mailand zurückzukehren. Das Erste nun, was er nach seiner Ankunft daselbst that, war, daß er die Bischöfe seiner Provinz um sich versammelte, und sich über die Ausführung des Tridentinums mit ihnen besprach. Jedermann war erstaunt über die Würde und Frömmigkeit, womit dieses Provincial-Concilium von einem jungen (kaum 26 Jahre alten) Cardinale gehalten wurde. Eben so allgemeine Verwunderung erregten die da getroffenen weisen Verfügungen, welche hauptsächlich die Annahme und Beobachtung des Trienter-Concils, die Verbesserung der Geistlichkeit, die Feier des Gottesdienstes, die Ausspendung der heil. Sacramente, die Art und Weise, an Sonntagen in den Pfarrkirchen den Katechismus-Unterricht zu ertheilen, zum Gegenstande hatten. Der Papst selbst, der alles Geschehene erfahren hatte, wünschte in einem eigenen Schreiben seinem Neffen Glück zu den getroffenen Einrichtungen. Mitten unter seinen Diöcesanvisitationen, die er nach Beendigung des ersten Provincial-Conciliums vorgenommen hatte, erhielt er die Nachricht von der schweren Erkrankung seines Oheims. Er eilte nach Rom, sprang demselben im letzten Ende bei, und brachte es nach dem am 1. Dec. 1565 erfolgten Tode desselben durch sein Ansehen im Conclave der Cardinäle dahin, daß Pius V. am 7. Jan. 1566 zum Papst erwählt wurde. Auch dieser Papst bot Alles auf, den Heiligen zu Rom zurückzuhalten und ihn bei allen ihm von seinem Oheime übertragenen Aemtern ferner belassen zu können; allein der Heilige, der nur das Heil der ihm anvertrauten Seelen im Auge hatte, bat so dringend um die Erlaubniß, zurückzukehren, daß sie ihm nicht länger verweigert werden konnte. Es würde zu weit führen, wollten wir hier Alles angeben, was dieser erleuchtete, von wahrhaft apostolischem Geiste beseelte Oberhirte zur Verbesserung der land und zur Ausrottung der Ketzerei, die namentlich im Schweizerantheil des Erzbisthums schon Eingang gefunden hatte, noch ferner gethan hat; Zeugen davon sind die Acta Mediolanensia, welche die Beschlüsse der einzelnen von ihm abgehaltenen Provincial- und Diöcesansynoden enthalten. Hier sei nur noch bemerkt, wie er für die Verbesserung der Kirche in Haupt und Gliedern bereit war, sein Leben zu lassen, und wie er denn wirklich einmal in Lebensgefahr kam, aber wunderbar errettet wurde. Der Orden der Humiliaten (im Jahre 1017 von lombardischen Edelleuten gestiftet) wollte sich nämlich den Verbesserungen, welche der hl. Erzbischof für nöthig erachtete, nicht fügen, und als alle Versuche, das verhaßte Joch abzuschütteln, vergeblich waren, geriethen die Ordensmänner so in Wuth, daß drei Pröpste derselben seinen Tod beschlossen und einen ihrer Priester, la Farina mit Namen, bestellten, den Cardinal aus dem Wege zu räumen. Am 26. Oct. 1569 schlich sich dieser gottlose Mensch verkleidet in die Capelle des erzbischöflichen Palastes, zur Zeit, wo der Heilige mit seinen Hausgenossen das Abendgebet verrichtete. Man sang gerade die Worte der Antiphon: »Non turbetur cor vestrum, neque formidet«, als der Mörder sein Feuerrohr abdrückte. Der hl. Erzbischof kniete vor dem Altare, kaum 5 bis 6 Schritte von dem Frevler entfernt. Auf den Knall verstummte der Gesang; Angst und Schrecken befiel Alle; Karl aber, ohne vom Platze zu weichen, befahl durch ein Zeichen, knien zu bleiben und beendigte sein Gebet mit Ruhe, als wenn nichts vorgefallen wäre. Der Heilige hielt sich anfangs für tödtlich verwundet und erhob seine Hände zu Gott, um ihm das Opfer seines Lebens zu bringen; allein bei genauerer Untersuchung ergab es sich, daß die Kugel, die ihm auf den Rücken abgeschossen worden, zu seinen Füßen niedergefallen war und nur sein Chorhemd geschwärzthatte. Dieses Chorhemd des hl. Karl, das später sprichwörtlich in Italien wurde, um eine undurchdringliche Sache zu bezeichnen, wurde bei den Carthäusern in Bordeaux [560] aufbewahrt, sowie man zu Mailand in der Kirche der Oblaten – einer Genossenschaft von Priestern, die der hl. Erzbischof zum Zwecke gestiftet hat, um immer bereite und opferwillige (oblati) Werkzeuge zur Ausführung seiner heilsamen Reformen zu haben – noch die Kugel zeigt, womit nach ihm geschossen worden. So groß die Erbitterung über diesen Frevel unter dem Volke war, so wollte doch der Heilige nicht, daß man den Mörder verfolge, und gestattete nicht einmal der weltlichen Behörde, daß man in seinem Palaste Nachsuchung nach ihm halte. Seine Liebe zu allen Menschen, besonders zu den Armen, war so gränzenlos, daß er ihr einen großen Theil seines Einkommens und sein ganzes elterliches Vermögen opferte. Ihr zu genügen, ließ er Einen seiner Geistlichen eine Liste führen, auf der alle Arme der Stadt mit Namen verzeichnet waren. Nie aber trat seine Nächstenliebe mehr ans Licht, als in den Tagen der Pest, welche über Mailand kamen. Nicht nur war er nicht zu bewegen, die Stadt zu verlassen und sein Leben zu schonen; er nahm sich vielmehr selbst der Pestkranken an, hörte ihre Beichten und traf die zweckmäßigsten Anstalten, dem Uebel zu steuern und den gesunkenen Muth der Einwohner aufzurichten. Bei den Bittgängen, die er zur Erflehung der göttlichen Hilfe anordnete, brachte er sich Gott als Opfer für die Sünden seines Volkes dar, indem er dabei baarfuß erschien, einen Strick um den Hals und ein Kreuz in der Hand, auf das er beständig seine bethränten Augen heftete. Außerdem predigte er jeden Tag, und ermunterte unablässig seine Mitarbeiter, in einer solchen Lage über die Furcht des Todes hinwegzugehen. Um den nothleidenden Armen beizuspringen, ließ er selbst sein Silbergeschirr einschmelzen und gab alle seine Hausgeräthschaften, sein Bett nicht einmal ausgenommen, zur Linderung des Elendes hin. Zuweilen hielt der Heilige Geistesversammlungen zu Camaldoli oder an andern einsamen Orten; aber vorzüglich gefiel ihm zu diesem Zwecke der Berg Varalli, im Bisthum Novara, an den Gränzen der Schweiz. Zu diesem Andachtsorte reiste er im Jahre 1584 mit dem P. Adorno, dem er seine jährliche Beicht ablegen wollte, und der ihm die Betrachtungsgegenstände angeben mußte. Mehreren Personen hatte er die Nähe seines Todes vorhergesagt; auch verdoppelte er während dieser Geistessammlung den Eifer in seinem Gebete und seinen Abtödtungen. Am 24. Oct. befiel ihn nun ein dreitägiges Fieber, das er anfangs zu verbergen suchte, das er aber bei einem zweiten Anfall, am 26. Oct., seinem Gewissensrathe offenbar machte. Am Allerseelentage ließ er sich in einer Sänfte nach Mailand tragen, wo sich aber die Vermehrung des Fiebers unter so schlimmen Merkmalen ankündigte, daß die Aerzte alle Hoffnung seiner Rettung verloren. Der Heilige hörte dieß mit bewunderungswürdiger Ruhe, begehrte die heil. Sterbsacramente, und verschied mit eintretender Nacht vom 3. auf den 4. November, unter den Worten: Ecce venio! (»Sieh', ich komme!«) Als Grabstätte hatte er sich ein Gewölbe neben dem Chor erbeten und wurde auch dahin begraben. Kurz nach seinem Tode sah ihn P. Adorno in einem Traume, von Licht und Herrlichkeit umstrahlt, und hörte ihn sagen: »Ich bin selig; du wirst mir bald folgen«, welches letztere auch wirklich geschah. An seinem Grabe und auf seine Fürbitte geschahen mehrere wunderbare Heilungen, die seine Verehrung nur noch steigerten. Im J. 1601 schickte der Cardinal Baronius, Beichtvater des Papstes Clemens VI., der Geistlichkeit von Mailand einen päpstlichen Befehl zu, daß statt des Requiem, welches Karl selbst auf ewige Zeiten in dem großen Spital in jener Stadt gestiftet hatte, die Messe auf den Heiligen genommen werden solle; nach neun Jahren aber wurde der ehrw. Erzbischof von Papst Paul V. feierlich »heilig« gesprochen. Sein in einem sehr kostbaren Sarge eingeschlossener heil. Leib, an dem man seine auffallenden Gesichtszüge noch deutlich erkennen kann, ist jetzt in einer prachtvollen unterirdischen Capelle des majestätischen Domes. Der Altar dieser Capelle ist ganz aus Silber und der größte Theil des Gewölbes ist von Silberplatten mit Basreliefs, die Scenen aus seinem Leben darstellen, belegt, während Tag und Nacht mehrere goldene und silberne Lampen die geheiligte Stätte erhellen. Wir, die Herausgeber dieses Werkes, hatten vor mehreren Jahren Beide das Glück, in dieser Capelle auf dem beschriebenen Altare das heil. Meßopfer darzubringen. Denn während im obern Theile des Domes zu Mailand nur nach Ambrosianischem Ritus das heil. Opfer gefeiert werden darf, ist es in diesem Dome einzig in dieser unterirdischen Capelle gestattet, nach römischem Ritus dasselbe [561] zu celebriren. Im Mart, Rom., sowie im röm. Brevier findet sich sein Fest auch am 4. November. – Bezüglich seiner Abbildung sei bemerkt, daß er auf Kirchenbildern in bischöflicher Kleidung dargestellt wird, zuweilen Pestkranke neben sich, die er tröstet. Nach der Volkssage, bemerkt Menzel (Symb. II. 210), Mailand, wo sie noch jetzt an einer Beule zu sehen sei. Auch wird er manchmal abgebildet, wie er einen Strick um den Hals trägt und einer Procession vorangeht. Im Dome zu Augsburg in der größern der sel. Jungfrau geweihten Nebencapelle, findet sich ein Altar mit einem geschnitzten Bilde des Heiligen, wie er dem hl. Aloisius Gonzaga die heil. Communion reicht. (But.)


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 1. Augsburg 1858, S. 558-562.
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