Romualdus de Fabriano, V. (2)

[136] 2V. Romualdus de Fabriano (23. Oct.), ein Mönch zu Camaldoli, ein Mann von gar geringer menschlicher Wissenschaft, aber voll heiliger Einfalt und innerer Salbung, hielt sein Herz frei von irdischen Neigungen und Anhänglichkeiten und richtete seinen Blick stets nach oben. Eines Tags fiel er in die Hände von Straßenräubern, die ihn an einen Baum anbanden und mit dem Tode bedrohten; er aber sagte ruhig: »Thut, soviel Gott zuläßt, mir ist's Eins, heute zu sterben oder morgen.« Er blieb unter allen Prüfungen sich immer gleich und bewahrte eine bewunderungswürdige Heiterkeit des Geistes und des Gemüthes. [136] Lächelnd gab er seinen Geist in die Hände seines Schöpfers am 23. Oct. 1579, nachdem er 59 Jahre im Orden gelebt hatte. (Lech.)


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 5. Augsburg 1882, S. 136-137.
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