Freie Gemeinden

[794] Freie Gemeinden, nannten sich protestant. Vereine, welche sich ihrer Landesreligionsordnung entziehen und Gemeinden, selbständig im Glauben, ohne Symbole, Zwang und landesherrlich-consistoriale Obhut, bilden wollten (von 1841–50). Hauptsprecher waren: Uhlich, Wislicenus, Rupp, Baltzer, Bayrhoffer, Schünemann etc. Anfangs ließen die Regierungen mit Rücksicht auf Ronge so ziemlich gewähren, als sich aber in denselben wie bei den Rongeanern ein politisch-revolutionärer Geist fortzupflanzen drohte, hörte die staatl. Toleranz auf.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1854, Band 2, S. 794.
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