Konstantin der Große

[638] Konstantin der Große, röm. Kaiser, geb. 274, Sohn des Kaisers Constantius Chlorus, 306 bei dem Tode seines Vaters dessen Nachfolger, wurde durch den 311 erfolgten Tod des älteren Mitkaisers Galerius von großer Gefahr befreit, stürzte die andern Mitkaiser Maxentius u. Licinius u. wurde 323 Alleinherrscher des röm. Reiches. Er vertheidigte es siegreich gegen alle Feinde, gab demselben eine neue vollständig centralisirende Organisation, verlegte seine Residenz nach Byzanz (Konstantinopel), das durch ihn zur Weltstadt wurde und gab endlich der christlichen Religion volle Berechtigung im röm. Reiche. Er selbst bekannte sich zum Christenthum, ließ sich aber erst kurz vor seinem Tode taufen, st. 22. Mai 337 zu Nikomedia in Bithynien. Von seinen 3 Söhnen u. Nachfolgern, Konstans, Konstantin u. Konstantius, kamen die beiden ersten früh um u. Konstantius wurde Alleinherrscher; vgl. Julian. – K. hießen noch 10 andere byzantinische Kaiser; s. Bd. I. S. 739 ff.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1855, Band 3, S. 638.
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