Menander

[150] Menander, griech. Lustspieldichter und Vorbild des Terenz, geb. 342 v. Chr. zu Athen, ertrank 290 v. Chr. im Hafen Piräus beim Baden, nach anderen suchte er den Wassertod, weil er sich von einem Nebenbuhler überflügelt sah. Soll über 100 durch Charakterschilderung ausgezeichnete Komödien [151] verfaßt haben. Gegen die von Hugo Grotius und Joh. Clericus erläuterten und 1709 zu Amsterdam herausgekommenen Ueberreste der Dichtungen M.s erhob sich Bentley (s.d.). Bruchstücke von Meineke (s.d.) in den »Fragmenta comicorum Graecorum«, Berlin 1839, 2 B. Vergl. J. G. Hauptmann: »Dissertatio de Menandro atque illius comoediis«, Gerae 1843; »Vie de Ménandre«, Strasb. 1853. – Ein M. aus Laodicäa im 3. Jahrh. n. Chr. verfaßte »Lobreden«, welche Heeren (Götting. 1785) herausgab; von einem M. Protector, einem byzantin. Geschichtschreiber des 6. Jahrh. n. Chr., sind Bruchstücke über die Geschichte seiner Zeit übrig.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1856, Band 4, S. 150-151.
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150 | 151
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