Paul Fleming

Deutsche Gedichte

Quelle:
Paul Fleming: Deutsche Gedichte, Band 1 und 2, Stuttgart 1865.
Paul Fleming selbst hat keine Sammlung seiner Gedichte veranstaltet. Er hinterließ jedoch eine Sammelhandschrift, die Adam Olearius nach dem Tod Flemings für eine Ausgabe von dessen »Teütschen Poemata« nutzen konnte. Die vorliegende Sammlung folgt in Text und Anordnung der Gesamtausgabe von J.M.Lappenberg aus dem Jahr 1865. Lappenberg übernahm die Gliederung der »Teütschen Poemata«, ordnete die Gedichte jedoch innerhalb der bestehenden Gruppen chronologisch und ergänzte sie um fehlende Texte. Außerdem suchte er die Texte durch den Vergleich mit älteren Textzeugen zu verbessern. – Die Gedichte entstanden zwischen 1631 und Flemings frühem Tod im Jahre 1640 und wurden zum Teil bereits zu Lebzeiten des Autors einzeln gedruckt.
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»Es giebet viel Leute/ welche die deutsche poesie so hoch erheben/ als ob sie nach allen stücken vollkommen wäre; Hingegen hat es auch andere/ welche sie gantz erniedrigen/ und nichts geschmacktes daran finden/ als die reimen. Beyde sind von ihren vorurtheilen sehr eingenommen. Denn wie sich die ersten um nichts bekümmern/ als was auff ihrem eignen miste gewachsen: Also verachten die andern alles/ was nicht seinen ursprung aus Franckreich hat. Summa: es gehet ihnen/ wie den kleidernarren/ deren etliche alles alte/die andern alles neue für zierlich halten; ungeachtet sie selbst nicht wissen/ was in einem oder dem andern gutes stecket.« B.N.

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