[24] G.P.H.
Nach der Stimme: Allein GOTT in der Höh sey Ehr, usw.
1.
Gelobet seystu, Jesu Christ,
Daß nun der Tag erschienen,
Der uns der erste RuhTag ist,
GOTT Zebaoth zu dienen.
Hinweg mit aller Eitelkeit,
Die gibt und nimmt die schnelle Zeit
Und mehrt des Fleisches erkühnen.
2.
Der Mensch, ein König aller Thier',
Ihr Herr, sie zu regieren,
Begabet mit der Höchsten Zier,
Der Gottes Bild soll führen
Und der in Christo hat die Ruh,
Soll sich verhalten immer zu,
Wie es sich will gebühren.
3.
Wer ohne Wandel heilig lebt,
Von dieser Welt entbunden:
Ob selben Gottes Geiste schwebt,
Und hat die Ruh gefunden,
Besonders an des HERREN Tag,
Da er erleuchtet ruhen mag
Die GOTT befohlnen Stunden.
4.
Hier muß das Hertz, Gemüt und Sinn
Dem Höchsten seyn ergeben,
Entfernet von der Welt beginn
In GOTT beruhigt leben,
Auf daß Er durch des Geistes Stärck
Hab in uns seiner Gnaden Werck
Und ob uns möge schweben.
5.
Wir hören fleissig Gottes Wort,
Wir beten, lesen, singen,
Wir reden von GOTT fort und fort
Und Ihm Danckopfer bringen,
Wir tretten hin zu dem Altar
Und lassen mit der frommen Schar
Ein Sabbathlied erklingen.
6.
Gott hat sein Werck an diesem Tag
Mit heiliger Ruh vollendet,
Wie Christus Jesus unsre Plag'
Hat mit dem Grab geendet.
Der Juden Sabbath stirbet heut,
Und Christi Auferstehungs Beut
Wird uns frey zugewendet.
7.
So lasset uns all' insgesamt
Von Sünden auferstehen,
Dann solches ist der Christen Amt,
Die ihren Geist erhöhen,
Auf daß wir dorten immer zu
Die nie geendte Sabbaths-Ruh'
Im Himmelreich begehen.
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