Ventile

[745] Ventile sind selbsttätige oder stellbare Absperrvorrichtungen.

Im Gegensatz zu Schiebern und Hähnen heben sich die Ventilkörper von der Sitzfläche ab, bei Hubventilen gerade geführt, bei Klappen (Bd. 5, S. 503) drehbar oder biegend. Man unterscheidet von Hand zu stellende Absperrventile (Bd. 1, S. 38–40) und zwar Durchgangs[745] oder Eckventile (Bd. 3, S. 168 und 207, sowie Bd. 2, S. 572); Sicherheitsventile (S. 97); Selbstschlußventile (S. 78); sich selbst einstellende Druckregler und Druckverminderungsventile (Bd. 3, S. 134 und 140); mechanisch gesteuerte, entlastete Doppelsitzventile (Bd. 3, S. 8, Bd. 2, S. 595); selbsttätige Pumpenventile (Bd. 7, S. 290–294) und zwar ohne Hubbegrenzung oder mit festem, elastischem oder gesteuertem Widerlager und solche für Luftkompressoren (Bd. 6, S. 248–255). Nach der Liderung unterscheidet man Metallventile (von zähem Gußeisen, Rotguß, Stahl- oder Bronzeblech, Nickelstahl) und armierte, mit besonderen Dichtungsringen von Leder, Filz, Gummi, Hartgummi, Vulkanfiber, Holz, Blei, Hartblei ausgerüstete Ventile.

Lindner.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 8 Stuttgart, Leipzig 1910., S. 745-746.
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